Ein Gedicht
Nur Mutter?tag

    Nur Mutter?tag

Kann es sein, dass manchen Müttern oft nur am Muttertag
die Familie so viel Freude bereiten vermag?

Ich bezweifle dies durch Erzählungen gar nicht mal sehr,
denken die meisten an ihre Mütter erst „später“ mehr:
Wie sie Herausforderungen meisterten ohne Mann,
wie sie sich ein Leben lang richteten nach ihrem Mann.
Wie früher sie noch Geschirr per Hand abwaschen mussten,
noch spät die Handwäsche auch zu erledigen wussten.
Dann war der Muttertag willkommen und ein Freudenfest,
Mann und die Kinder bemühten sich einmal um den Rest!

Für Mütter/Väter seit der Neuzeit ist dies überholt,
wird alles top gereinigt aus den Geräten geholt.
Ihre Kinder müssen oft nicht mehr zum Obus gehen,
weil sie ihre Mütter/Väter schon im Auto sehen!
Viele Eltern teilen sich die Pflichten wirklich gut auf,
dadurch nimmt der Tag oft einen viel besseren Verlauf.

Noch anders, wenn Mütter/Väter Alleinerzieher sind,
viele „Warum“-Fragen noch oft zu beantworten sind.
Ihnen täglich doppelte Arbeit trotz Ermüdung winkt,
ob der Vokabelstand reicht oder für die Prüfung hinkt.
Ob Argumentationen akzeptiert werden müssen,
welche Entwicklungsphasen bewältigt werden müssen?
Ob die Teilzeitarbeit ohne Staatsunterstützung reicht,
tun sich Väter mit besserer Bezahlung vielleicht leicht?
Schon im Kindergarten die verschiedenen Kulturen,
ergeben oft ganz andere Erziehungskonturen.

Für Mütter wird immer noch gebastelt und gedichtet,
in Kindergärten und Volksschulen noch sehr verdichtet.
Sind Väter die Mütter, hat Vatertag schon Gleichgewicht,
TV- und Radiowerbung immer mehr wird zur Pflicht.

Alles nett, alles erfreulich, ich frage mich nur quer,
woher kommen später all‘ die unguten Menschen her?
Null Erinnerung an die gute Kinderstube mehr,
die hie und da doch noch von Müttern/Vätern wird gelehrt?
Offensichtlich unnötig und gar nicht mehr so begehrt.
Dafür so Sager wie: „Lass‘ dir ja nichts mehr gefallen!“,
vermehrt gehört wird beim Verabschieden in den Hallen.
Auch Abfälle dürfen einfach hingeworfen werden,
oft akzeptieren dies die Eltern ohne Beschwerden.

Überforderte Eltern sind für die Kinder nicht gut,
hier täten Bildung, viel mehr Zeit und starke Nerven gut.
Dann könnten Kinder dankbar an ihre Eltern denken,
wie sie mit Liebe und dennoch Grenzengeben lenken.
Gemeinsamkeit, nicht nur an diesem Mütter/Väter-Tag,
wäre für viele erleichternd als nur „ein Jahrestag“!

Zum Großteil gilt aber noch bis heute:
Die Mütter formen nach wie vor unsere Gesellschaft,
sie kreieren die Zukunfts-Erwachsenen-Gesellschaft!

Sieglinde Walin

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