Auseinandersetzung des politischen und gesellschaftlichen Zeitgeistes
Vorstellung des Open Mind Festival

Der künstlerische Geschäftsführer Sebastian Linz und die Dramaturgin Theresa Seraphin mit dem Programm der Arge Kultur.
  • Der künstlerische Geschäftsführer Sebastian Linz und die Dramaturgin Theresa Seraphin mit dem Programm der Arge Kultur.
  • Foto: Arge Kultur
  • hochgeladen von Sabrina Moriggl

SALZBURG (sm). Die neue künstlerische Leitung sorgt für frischen Wind in der Arge. "Wir gehen einen Schritt raus und begutachten mehrere Positionen", sagt der künstlerische Geschäftsführer Sebastian Linz über das Open Mind Festival, das gezielt nach der Antwort sucht: "What´s Left / What´s Right?"

Links oder rechts

Was ist links? Was ist rechts? Mit dieser Frage stößt die Arge einen provokanten Diskurs an und beleuchtet die beiden extremen Randgruppen mit Musik, Workshops und Theater-Performances. Der Beginn des Festivals ist dabei absichtlich auf den 9. November gelegt, ein historisch aufgeladenes Datum.

Annäherung mit Tanz

Eröffnet wird das Festival mit der Podiumsdiskussion im Studio, in der mit Brigit Sauer, Tamara Ehs und Michael Jäger dem Diskus der demografischen Strukturen der beiden Extremen nachgehen. Die wissenschaftliche Debatte soll eine analytische Untersuchung von "links" und "rechts" offen legen. Anschließend startet im Saal um 21 Uhr der "Ghost Dance". Ja, Panik-Sänger Andreas Spechtl und Theaterautor Thomas Köck inszenieren die Performance. "Die Theorie wird körperlich", sagt Sebastian Linz über das Konzert, das sich aus Fragmenten aus Stimmen, Texten und Gesängen zwischen Séance und tanzbarem Clubsound einpendelt.

(K)ein Aufruf zur Revolution

Die Arge beteiligt sich ebenfalls an "the european balcony projekt". Am 10. November wird um 16 Uhr europaweit an über 100 Orten im Rahmen der Kunstaktion die Europäische Republik ausgerufen. Die Verlesung des Manifestes im Foyer der Arge ist eine Kooperation mit Theater ecce und will eine Vielzahl von Haltungen zu Europa sichtbar machen.

Die Frage der Hautfarbe

White on White #Fuckme! (We did´t make it) behandelt unter anderen den Begriff des "Kulturmarxisten", den Anders Behring Breivik verwendete. Das Publikum sitzt hier auf 77 Gymnastikbällen - in Anlehnung an die Opfer in Norwegen, während in englischer Sprache ein Gastspiel läuft. Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch.

Politische Lesungen in der Arge

Maxi Obexer, Luise Meier, Tobias Ginsburg und Max Czollek lesen aus ihren jeweils eigenen Bücher, die sich rechtsextremen Rändern, Integration und Migration sowie Karl Marx widmen. Die Rupertus Buchhandlung wird das Open Mind Festival mit einem Büchertisch, thematisch passend, begleiten.

Turnen in der Arge

Ein Projekt, verschiedene Angehensweisen. In "Versuch über ein neues Turnen" werden Workshops mit Schüler und Studenten abgehalten um eine Gemeinschaft miteinander und der Körper zu bilden. in "zweiter Versuch über das Turnen" wird es um eine Performance der Turner gehen, die mit ihren Körpern eine alternative Geschichte erzählen.

Ein neues Format

Der "Host Club" wird es nach dem Festival immer mal wieder geben. Hier kommen die Teilnehmer selbst zu Wort. In Kleingruppen erarbeitet sich das Publikum nach der Frage der Linken und Rechten und geben selbst die Expertise.

Strammer Max oder Falafel im Arge Beisl

Im Arge Beisl wird die Wochenkarte auf das Motto angepasst, in der man sich auch bei der Wahl des Mittagessens einer nicht ganz erst gemeinten Frage eines rechten oder linken Menüs stellen darf.

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