Kongress in Salzburg: Großes Interesse von JungärztInnen an der Allgemeinmedizin

Erstmals waren heuer mehr als 100 JungmedizinerInnen beim Kongress der Jungen Allgemeinmedizin
Österreich (JAMÖ) in Salzburg zu Gast.
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  • Erstmals waren heuer mehr als 100 JungmedizinerInnen beim Kongress der Jungen Allgemeinmedizin
    Österreich (JAMÖ) in Salzburg zu Gast.
  • Foto: JAMÖ/Raphael Bertsch
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Salzburg - Von 18. bis 20. Oktober 2019 fand an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg der Junge Allgemeinmedizin Kongress (JAM19) statt. Dieser war mit mehr als 115 TeilnehmerInnen schon im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das zeigt, dass die Allgemeinmedizin für JungmedizinerInnen sehr wohl attraktiv ist, wenn das Angebot stimmt.

Aus ganz Österreich kamen ÄrztInnen in Ausbildung, aus der Praxis und Medizinstudierende zur Fortbildung zusammen. Dabei tauschten sie sich über die vielfältigen Aspekte und aktuellen Herausforderungen der Hausarztmedizin aus, wie etwa den neuen Formen der Zusammenarbeit in Gemeinschafts- und Gruppenpraxen. Ein wesentlicher Diskussionspunkt war auch die dringend notwendige Verbesserung der Ausbildungsqualität zukünftiger Hausärztinnen und Hausärzte. Weiters ist die Attraktivierung der Allgemeinmedizin durch einen Facharzttitel eine der Hauptforderungen der Jungen Allgemeinmedizin Österreich (JAMÖ), die den Kongress
veranstaltete.

In den Eröffnungsreden hob Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl die Bedeutung der Allgemeinmedizin hervor und der Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse, Thom Kinberger, betonte die wichtige Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und Sozialversicherung. Im weiteren Verlauf des Kongresses zeigte sich trotz eines hohen Informations- und Diskussionsbedarfs die Motivation und Begeisterung der teilnehmenden
JungmedizinerInnen für die hausärztliche Tätigkeit.

Genauso vielfältig wie das Fach Allgemeinmedizin war auch die Zusammenstellung des Kongressprogrammes. So diskutierte beispielsweise die Journalistin Ingrid Brodnig mit der Kinder- und Hausärztin Dr. Anita Mang im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Umgang mit Impfskeptizismus. Praktische Workshops zu den wichtigen Themen Point-of-care-Ultraschall oder Diabetes waren besonders nachgefragt.

Der JAM-Kongress wird seit 2015 jährlich in einer anderen österreichischen Stadt durch die JAMÖ veranstaltet. Die JAMÖ engagiert sich als gemeinnütziger Verein mit mehr als 300 Mitgliedern österreichweit für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Allgemeinmedizin. Mit dem Kongress möchte die Interessensgemeinschaft ein klares Zeichen gegen den Hausärztemangel setzen und zeigen, dass das Interesse an diesem Beruf bei entsprechenden Rahmenbedingungen durchaus groß ist.

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