Eine Kindheit zwischen Liebe und Dämonen

Die beiden Adrians: Jeremy Miliker, der den Adrian im Film spielt, und Regisseur Adrian Goiginger
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SALZBURG (lg). Der Salzburger Regisseur Adrian Goiginger hat in seinem Debütfilm "Die beste aller Welten" seine eigene Kindheit in Salzburg-Liefering mit einer drogenabhängigen Mutter aufgearbeitet. Das Ergebnis ist eine berührende wie schonungslose Hommage an seine Mutter Helga, eine starke Frau, die immer wieder versucht, den widrigen Umständen und der Drogensucht zu trotzen.

Hauptdarsteller bei Premiere mit dabei

Im "Das Kino" feierte der Film am Freitagabend seine Salzburg-Premiere. "Ich bin heute besonders nervös, ich bin in Salzburg aufgewachsen, der Film ist hier angesiedelt und es ist ein ganz besonderes Gefühl", erklärt Regisseur Adrian Goiginger. Mit dabei auch sein Stiefvater im "echten Leben", Günter Goiginger. Dieser hat auch im Film einen kleinen Auftritt am Würstelstand. Ob er denn stolz sei auf seinen Sohn? "Stolz ist zu wenig, es ist eine Herzensangelegenheit für uns alle und dass wir heute hier stehen, dafür bin ich sehr dankbar", so Günter Goiginger bewegt. Auch die beiden Hauptdarsteller Jeremy Miliker (er verkörpert den siebenjährigen Adrian) und Verena Altenberger, die seine drogensüchtige Mutter spielt, waren bei der Premiere mit dabei. Miliker, Schüler in St. Johann im Pongau, setzte sich beim Casting aus 200 Kandidaten durch. "Die Chemie zwischen uns hat sofort gestimmt, mir war auch wichtig, dass die Kinder keine Kameraerfahrungen hatten, sodass alles ganz natürlich rüberkommt", fügt Adrian Goiginger hinzu.

Zwischen Mutterliebe und Drogensucht

Adrian ist sieben, spielt mit seinen Freunden gern Fußball bei den Lieferinger Salzachseen, geht zur Schule. Seine Mutter Helga verbringt viel Zeit mit ihrem Sohn und versucht, ihm eine unbeschwerte Kindheit zu schenken. Klingt nach einer völlig normalen Kindheit - wären da nicht die Drogen. Für Adrian ist es normal, dass seine Mutter, ihr Lebensgefährte Günter und die anderen Freunde häufig euphorisch oder aber überaus müde sind. Was Adrian nicht realisiert, ist, dass diese heroinsüchtig sind und sich in seiner Gegenwart im Drogenrausch befinden.
Der Film zeigt auf berührende Art und Weise, wie stark Mutterliebe sein kann. Helga versucht ihrem Sohn Selbstbewusstsein und den Glauben an sich selbst zu vermitteln. Bezeichnend auch die Szene, in der Adrian seine Mutter fragt, ob Abenteurer ein richtiger Beruf sei und ob er denn dies werden könnte. Ihre Antwort "Wenn du es unbedingt willst, dann kannst du Abenteurer werden."
Die Rolle der Helga wird von der gebürtigen Pongauerin Verena Altenberger mit großer Empfindsamkeit verkörpert. Eine Mutter, die das eigene Ausgeliefertsein an die Sucht irgendwann nicht mehr erträgt und die Konsequenzen zieht.
Der Film wird unter anderem im Das Kino, im Cineplexx City und im Stadtkino Hallein gezeigt.

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