#3 – Studierende drehen Kurzfilm über Prostituierte die Sterbehilfe leistet

Katharina Sporrer als  "Luisa"
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  • Katharina Sporrer als "Luisa"
  • Foto: © Imanuel Thallinger
  • hochgeladen von Isabella Krall

Wien, 1929. Die lebensfrohe Luisa ist eine Prostituierte. Sie verdient ihr Geld damit, Männer mit ihren Reizen zu beglücken. Eines Tages bittet sie einer ihrer Stammkunden, ihm beim Sterben zu helfen.

Denkt man an Prostitution, so sind die Begriffe Zwang, Vergewaltigung und Immoralität nicht weit. Das muss nicht so sein, wenn man Prostitution wie einen ganz normalen Beruf betrachtet. Es geht nicht immer nur um Sex, es geht auch um menschliche Nähe und man kann auch Spaß daran haben. Kurz: man kann auch gerne Prostituierte sein.

Protagonistin Luisa ist so jemand. Sie mag ihren Beruf und sieht sich selbst als jemanden der den Menschen helfen will, das geht so weit, dass sie jemandem den sie gern hat auch helfen möchte, in Würde und mit Anstand zu sterben. Natürlich muss sie das geheim halten, zwar hat sie keinerlei Gewissensbissen wegen ihrer doch lukrativen Nebenbeschäftigung, dennoch weiß sie auch, dass die Welt noch lange nicht bereit ist, für ihre Auffassung von Nächstenliebe. Bis ihr Geheimnis eines Tages droht entdeckt zu werden.

Der Film thematisiert den schmalen Grat zwischen Mord, Sterbehilfe und Todesstrafe und hat das Ziel festgefrorene Meinungen aufzutauen, ethische Grauzonen kritisch zu reflektieren und das Schicksal einzelner Personen näher zu betrachten“ erzählt die, aus der Steiermark stammende, Regisseurin Daniela Jud (24) von ihrem Projekt.

Der Film „Luisa“ wurde bereits im Oktober 2017, im Zuge ihres Masterstudiums im Studiengang MultiMediaArt an der Fachhochschule Salzburg, in Salzburg und der Steiermark, realisiert.

Bei einem Historienfilm werden oft einfache Dinge zur Herausforderung: Alles was im Film gezeigt wird, muss ja der Zeit um 1930 entsprechen. Es war eine schöne Erfahrung für fast einen Monat in die Vergangenheit zu reisen. Zugegebenermaßen lässt uns diese Zeit jetzt auch noch nicht ganz los“, erzählen Kameramann Georg Sommer (22) und Art Direction Kerstin Gatterbauer (26). Um der Authentizität willen, wurde das Set 14 Tage lang akribisch aufgebaut und vorbereitet: „Es war ein enormer Aufwand mit viel Nervenkitzel, aber es war die Anstrengung definitiv wert.

Die Rolle der Luisa übernimmt die Wiener Schauspielerin Katharina Sporrer, ihren Lebensgefährten Henri stellt Wolf Danny Homann aus Bielefeld dar. Luisas Vertraute und Arbeitskollegin Ruth wird von Laura Hermann, ebenfalls aus Wien, gespielt.

Sehen kann man den knapp 30-minütigen Film, im Rahmen des Festivals „Creativity Rules“ im Oval Kino im Europark, am Samstag 09. Juni 2018. Zudem ist geplant ihn bei diversen Festivals im In- und Ausland einzureichen.

Nähere Infos und laufende Updates sind zu finden auf:
https://www.facebook.com/luisaderfilm/
https://www.instagram.com/luisaderfilm/

Text und Bilder bereitgestellt und zur Verwendung genehmigt von Daniela Jud.

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