Wie man richtig entsorgt
Abfallservice der Stadt wird ökologischer

Jürgen Wulff-Gegenbaur will die Abfallentsorgung der Stadt Salzburg verbessern. So wurden im Versuchsgebiet alle öffentlichen Papiersammelstellen ersatzlos entfernt. Die betroffenen Haushalte bekamen je einen privaten, an die Entsorgung angepassten Papier-Sammelbehälter.
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  • Jürgen Wulff-Gegenbaur will die Abfallentsorgung der Stadt Salzburg verbessern. So wurden im Versuchsgebiet alle öffentlichen Papiersammelstellen ersatzlos entfernt. Die betroffenen Haushalte bekamen je einen privaten, an die Entsorgung angepassten Papier-Sammelbehälter.

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Schritt für Schritt wird die Stadt Salzburg einem Wechsel bei der Altpapierentsorgung unterzogen – der Umwelt zuliebe.

SALZBURG. Das Stadtbild soll schöner werden. Ein entscheidender Punkt ist hierbei auch der Müll und wie man diesen richtig trennt. "Das Trennen ist leider nicht so in den Köpfen der Menschen drinnen, wie ich es mir wünsche", sagt der Leiter des städtischen Abfallservice Jürgen Wulff-Gegenbaur und äußert sich über das bisherige Abfallsystem, denn dieses sei "weder ökonomisch noch ökologisch."

"Wir hatten uns überlegt, wie wir das anders planen können."  Jürgen Wulff-Gegenbaur

So startete mit Mai die Umstellung der Altpapier-Sammlung im Versuchsgebiet entlang der Alpenstraße. Die öffentlichen Altpapiertonnen als Sammelstelle wurden aufgelöst, die Haushalte bekamen je einen privaten, an die Entsorgung angepassten Papier-Sammelbehälter mit einer Anpassung des Abfuhr-intervalls. Die Abfuhren sollen dann je nach Einteilung wöchentlich, 14-tägig oder monatlich erfolgen. So sei man effizienter und spare unter anderem Zeit und Benzin.

Zeitungen, Zeitschriften und Verpackungen landen in der Stadt Salzburg einerseits bei öffentlichen Papiersammelstellen und teils in den Papierbehältern von privaten Wohnungen. Das möchte man in Zukunft ändern.
  • Zeitungen, Zeitschriften und Verpackungen landen in der Stadt Salzburg einerseits bei öffentlichen Papiersammelstellen und teils in den Papierbehältern von privaten Wohnungen. Das möchte man in Zukunft ändern.
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Im Versuchsgebiet würde man damit rund 600 Kilometer an Fahrten einsparen. Und: Weniger Fahrten verringern den Lärm und die Feinstaubbelastung. "Wir sind teilweise die Strecke dreimal wöchentlich abgefahren und leere Kilometer gefahren, die ich aus ökologischer Sicht bedenklich finde", erklärt Wulff-Gegenbaur. Er ergänzt: "Mir ist es wichtig, einen Beitrag zu leisten."

Neues Abfallsystem bringt viele Vorteile

Durch den Wegfall einer öffentlichen Sammelstelle würde sich auch weniger Abfall um diese Sammelstelle anstauen. Zudem würde man auch den in der Stadt vorkommenden "Behälterbränden" zuvorkommen, da die Behälter nicht mehr direkt öffentlich zugänglich seien. Und da sich die Personen für "ihre" Tonne und den Müll verantwortlich fühlen, gebe es auch weniger Fehlwürfe.

Bioabfall gehört in die Biotonne

"Wir haben immer noch zu viel Biomüll im Restmüll", sagt Wulff-Gegenbaur und betont, dass Salatblätter, Kaffeefilter oder Schnittblumen im Restmüll teuer entsorgt werden müssten. Zudem gehe die weitere Verwertung verloren.

FFP2-Masken und Einmalhandschuhe gehören in den Restmüll. In die Restmüll-Tonne gehören keine Bioabfälle und auch kein Papier.
  • FFP2-Masken und Einmalhandschuhe gehören in den Restmüll. In die Restmüll-Tonne gehören keine Bioabfälle und auch kein Papier.
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Die Bioabfälle aus der Stadt Salzburg kommen in die Bioabfallbehandlungsanlage der Salzburger Abfallbeseitigung GmbH in Siggerwiesen. Dort gewinnt man Biogas, das zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt wird. Aus dem Gärrest entsteht gemeinsam mit dem angelieferten Baum- und Strauchschnitt Kompost. Auch Fehlwürfe wie Papier seien im Restmüll keine Seltenheit. Papier und Kartonage gehören gefaltet in den Altpapierbehälter.

Trennst du deinen Müll?

Weniger Müll im Corona-Jahr verzeichnet

Obwohl in den Siedlungen der Müll letztes Jahr etwas zunahm, verzeichnet die Stadt insgesamt weniger Abfall. Die Gesamtabfallmenge im Vergleich zum Vorjahr sank um 3,9 Prozent auf 78.467 Tonnen – 2019 waren es noch 81.684 Tonnen. "Das ist ganz einfach dadurch erklärt, dass der Tourismus wegfiel. Der private Konsum kann das gar nicht aufholen", so Wulff-Gegenbaur, der sich auf die stückweise Verschönerung der Stadt freut.

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