Am ersten Tag in der Pension wartet keiner auf dich

Uniqa-Marketingleiterin Andrea Eder-Gitschthaler ist Vorsitzende des Landesseniorenbeirates.
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Mit der Anhebung des Schonvermögens von 5.235 auf 7.500 Euro ab dem Jahr 2018 hat die Landesregierung eine langjährige Forderung von Seniorenvertretern erfüllt. Sind Sie damit zufrieden?
ANDREA EDER-GITSCHTHALER:
Eine Sterbeversicherung wird in dieses Schonvermögen miteingerechnet – das ist nicht gerecht. Aber ich bin froh, dass wir diesen Zwischenerfolg errungen haben, mit der Option, das Schonvermögen in weiterer Folge auf 10.000 Euro anzuheben. Noch dazu, wo mir meine Vorgänger als Vorsitzende des Landesseniorenbeirates gesagt haben, dass wir uns daran die Zähne ausbeißen würden.

Eine weitere Forderung des Seniorenbeirates ist ein Seniorenticket für Öffis um 299 Euro, das sozial gestaffelt werden soll. Wie realistisch ist das?
ANDREA EDER-GITSCHTHALER: Von Verkehrslandesrat Hans Mayr gibt es eine Zusage für die Anschubfinanzierung, darüber hinaus ist eine soziale Staffelung angedacht. Dieses Seniorenticket ist deshalb wichtig, weil Mobilität Vereinsamung vorbeugt, ein Thema, von dem Senioren überdurchschnittlich betroffen sind.

Wie sieht es mit dem Ausgleich der Generationen aus: Leben die Alten auf Kosten der Jungen?
ANDREA EDER-GITSCHTHALER: Senioren sitzen heutzutage nicht mehr hinter dem Ofen und warten darauf, dass sie sterben. Gerade jetzt kommen die starken Jahrgänge der 60er-Jahre in die Jahre, das ist eine aktive Seniorengeneration, die auch bereit ist, Geld auszugeben und damit viel zum Wirtschaftswachstum beizutragen.

Wozu dann das günstige Seniorenticket?
ANDREA EDER-GITSCHTHALER: Natürlich gibt es auch viele Senioren, im Übrigen vor allem Frauen, die nicht über so viel Geld verfügen. Auch sie sollten die Möglichkeit haben, mobil zu bleiben.

Apropos Mobilität: Immer wieder gibt es die Diskussion, ob Senioren ab einem gewissen Alter ihre Fahrtüchtigkeit und damit ihre Eignung, ein Auto zu lenken, überprüfen lassen sollten. Wie stehen Sie dazu?

ANDREA EDER-GITSCHTHALER: Es würde nicht schaden, wenn man seine Fahrtüchtigkeit auf freiwilliger Basis kostenlos testen lassen könnte. Selbstbestimmt alt werden zu dürfen, sollte uns ein großes Anliegen sein. Da braucht es noch viel Umdenken in der Gesellschaft.

Aus dem Erfahrungsschatz der rund 109.000 Salzburger Senioren, die Sie im Seniorenbeirat vertreten: Wie erleben Menschen den Schritt aus dem Erwerbsleben in die Pension?

ANDREA EDER-GITSCHTHALER: Am ersten Tag in der Pension wartet keiner auf dich. Deshalb ist es besonders wichtig, sich schon Jahre vor der Pension zu überlegen, was man dann macht, womit man seine Tage füllt. Das kann entweder ein Ehrenamt sein, die Enkelkinder oder ein Hobby.

Hier geht es zur Interview-ReiheChefinnen-Gespräch

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