Bauern wollen mehr Kontrollen

Zweckgebundene Hundesteuer und rigorose Kontrollen von Vierbeiners Herrchen, das fordern die Salzburger Stadtbauern nun vehement. Der geschmolzene Schnee zeigt den Landwirten nämlich nun die unschöne Wahrheit der Hundstrümmerl.

SALZBURG (drs). Zehn Anzeigen gegen besonders uneinsichtige Hundebesitzer gab es bei den Schwerpunktkontrollen von Magistrat und Polizei in den vergangenen Wochen. Den Salzburger Bauern ist die Aktion scharf gegen freilaufende Vierbeiner noch nicht genug: ÖVP-Gemeinderat und Landwirt Franz Wolf ruft vehement nach einer Mobilen Unterstützungstruppe. Zur Erinnerung: Sein Parteikollege, Stadtvize Harald Preuner warb bereits vor den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Vorjahr mit der Installierung einer elfköpfigen Abteilung, die sich quasi als Hilfssheriffs den Hunde- und Rudolfskaiproblemen widmen sollten. Passiert ist in diese Richtung dann aber nichts. „Der erforderliche Amtsbericht wurde vom Bürgermeister noch immer nicht vorgelegt“, kritisiert Wolf. „Die ÖVP soll sich ihrer Verantwortung und dem Budget stellen, dann kann sie wieder etwas fordern“, sagt Schaden. Grundsätzlich sei er aber dem Projekt nicht abgeneigt.

Derzeit gibt es in der Stadt zwei Beamte, die sich neben anderen Tätigkeiten auch den Kontrollen der Leinen- und Beißkorbpflicht verschrieben haben. Die Überprüfung, ob Herrchen die Hinterlassenschaften seines Hundes ordnungsgemäß beseitigt ist sowieso schwierig. Man müsse den Vierbeiner quasi „in flagranti“ erwischen.

Von ÖVP-Bauernbundobmann Martin Lettner kommt der Vorschlag, die Hundesteuer für Mülleimer und Sackerlautomaten zweckzubinden. Mit der Idee stieß FPÖ-Gemeinderätin Gertraud Schimak bei Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) bereits im Vorjahr auf taube Ohren (das Stadtblatt berichtete).

200.000 Euro für das Stadtbudget
Mit knapp 3.500 angemeldeten Hunden nahm die Stadt bislang jährlich 145.600 Euro ein, mit der Erhöhung der Hundesteuer auf 55 Euro pro Vierbeiner sind es knapp 200.000 Euro, die in die Stadtkasse fließen. Für Schaden eine kleine Entschädigung für dieReinigungsarbeiten auf öffentlichen Flächen, Spielplätzen und Gehsteigen. So würden die Einnahmen – wenn auch in indirekter Form – sowieso diesem Zweck dienen.

Autor:

Stadtblatt Salzburg aus Salzburg-Stadt

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