Das Glück kommt durch den Kamin

Die Salzburger Rauchfangkehrer als Glücksbringer unterwegs.
Symbol, Silvester, Jahreswechsel, Uniform, Kaminkehrer, Glückssymbol, Brauchtum, Glücksbringer
Foto: Franz Neumayr    15.12.2017
Im Bild v.l. Horst Feichtner, Verena Seifzenecker, Kurt Pletschacher und Johann Enzinger
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  • Die Salzburger Rauchfangkehrer als Glücksbringer unterwegs.
    Symbol, Silvester, Jahreswechsel, Uniform, Kaminkehrer, Glückssymbol, Brauchtum, Glücksbringer
    Foto: Franz Neumayr 15.12.2017
    Im Bild v.l. Horst Feichtner, Verena Seifzenecker, Kurt Pletschacher und Johann Enzinger
  • hochgeladen von Christoph Lindenbauer

SALZBURG/BRAMBERG/STROBL/MATTSEE (lin). Warum der Rauchfangkehrer zu einem der wichtgsten Symbole des Glücks geworden ist, das ist leicht erklärt: Im 15. und 16. Jahrhundert waren die Häuser inklusive der Kamine aus Holz. Um diese "brandgefährlichen" Materialen vor der zerstörerischen Feuersbrunst zu bewahren, brauchte man einen Rauchfangkehrer. Aber die waren selten und nur mit Glück zu erwischen.

Weg mit dem Schwein

Erst im Ende des 16. Jahhunderts wurde das Kaminkehren durch einen kaiserlichen Erlass zur Pflicht. "Die Sehnsucht nach dem Glück aber ist geblieben", erzählt Kurt Pletschacher, Innungsmeister der Rauchfangkehrer. "Wir sind gerne Glücksbringer, oft begegnen wir Wochen oder Monate nach Neujahr Menschen, die sagen 'Ich habe dich gesehn und dann irgendeine Prüfung geschafft oder eben Glcük gehabt'. Das ist doch etwas schönes", sagt Pletschacher. "Allerdings, mit den Lotterien lassen wir uns nicht gerne in Verbindung bringen, und mit den Gücksschweinen wollen wir auch nichts zu tun haben. Die haben keine seriöse Tradition."

S`Glück ist a Mäderl

Im Fall der 21-jährigen Verena Seifzenecker stimmt das im doppelten Sinn des Wortres. Die Stroblerin ist die jüngste Rauchfangkehrermeisterin des Landes. Und hübsch ist sie obendrein. "Seit dieses Handwerk mehr mit Computertechnik statt mit rein körperlicher Arbeit zu tun hat, tun wird Frauen uns damit sogar leichter", sagt die Jung-Meisterin, die durch den väterlichen Betrieb in diesen Beruf gerutscht ist. Und wie regaiert Verenas  jugendlicher Freundeskreis auf ihren Beruf? "Alle finden das cool. Aber wenn ich in Zivil davon erzähle, sind viele Leute immer wieder höchst erstaunt."
Günstlinge der Götter können das "Glück in Mäderl-Gestalt" am Wolfgangsee teffen und dabei beobachten, wie sie mit schwarzem Gesicht in luftigen Höhen stehend einen Kamin kehrt und alles Schädliche von den Menschen abwehrt. Zumindest rund um Neujahr und wenn man daran glaubt.

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