Der Kulturentwicklungsplan wird´s schon richten

Im Haus der Volkskulturen finden alle sieben volkskulturellen Landesverbände sowie das Referat Volkskultur, kulturelles Erbe und Museen, eine Heimat.
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SALZBURG (sm).

Der Kulturentwicklungsplan KEP dient als Leitfaden für alle kulturpolitischen Entscheidungen in den nächsten Jahren.

Zwei Jahre intensive Arbeit stecken darin und bietet breiteres und höheres Verständnis an kulturellen Leistungen und Möglichkeiten. Momentan werde bereits an drei Maßnahmen gearbeitet. Wie sehr die Kultur in Wechselwirkung mit der Politik steht, zeigte das heutige Pressegespräch im Haus der Volkskulturen im Salzburger Nonntal.

"Wir stehen voll hinter dem Kulturentwicklungsplan und sind von dessen Qualität und den formulierten Zielen und den 76 Maßnahmen überzeugt. Wir werden strukturiert und schlagkräftig sein und wir werden dran bleiben", sagt Ingrid Weydemann, Vorsitzende des Landeskulturbeirats.

Nach wie vor wird eine Erhöhung der Gelder gefördert. Eine Aufstockung des Kulturbudgets um jährlich rund 10 % für Investitionen und für den Ausbau, Betrieb, Sicherung und Entwicklung der kulturvermittelnden Leistungen in Salzburg.

Entstehung des KEP - Kulturentwicklungsplans

Seit 2016 wurden Workshops, Seminare und Gespräche mit hunderten Kulturvermittlern, Künstlern und Experten gehalten. Insgesamt waren über 600 Menschen eingebunden, bevor der KEP am 1. März 018 offiziell in seiner jetzigen Form vorlag und von der Salzburger Landesregierung beschlossen wurde.

Martin Hochleitner vom Salzburger Landeskulturbeirat war bereits in der Steuerungsgruppe dabei. Er bündelte, strukturierte und wertete die Ergebnisse aus, die letztlich in den KEP flossen, dabei stellt der KEP keinesfalls spezifische Gattungen da.

Der Plan ist weiter und offener gestaltet und geht dennoch in die Tiefe. "Die Kultur neu denken", sagt Martin Hochleitner und ergänzt "Wir sind von dem KEP überzeugt und stehen gemeinsam dafür ein." 

Kultur gegen Politik?

Der Salzburger Landeskulturbeirat mit 20 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern wird die Politik sowie die Kulturabteilung des Landes beraten und unterstützen. 

Der KEP erhielt in der Politik durchwegs positiven Stimmen und bleibe auch nach der Wahl bestehen. Allerdings schreibt die FPÖ im derzeitigen Wahlprogramm: "... Der Kulturentwicklungsplan für das Land Salzburg sieht prioritäre Subventionen für Projekte, die sich thematisch mit Migration, Integration, Flüchtlingen auseinandersetzen, vor.

Diesen aufgezwungenen politischen Gestaltungswillen widersprechen wir ...." eine solche Aussage sei nicht richtig, so Tomas Friedmann vom Salzburger Landeskulturbeirats darüber "Da hat man den KEP nicht richtig oder gar nicht gelesen." Der KEP dient als Grundlage für alle wichtigen kulturpolitischen Entscheidungen des Landes in den nächsten Jahren.

"Kultur ist ein wesentlicher Motor für Stadt und Land - für die Wirtschaft und die Gesellschaft, für sozialen Frieden und das solidarische Zusammenleben", sagt Martin Hochleitner.

Kultur-Forderungen für die Landtagswahl 2018

Der Dachverband formulierte im Ausblick auf die Landtagswahl drei Kultur-Forderungen. Ganz oben auf der Dringlichkeitsstufe stehe mehr Personal für die freie Kulturarbeit. Hier sollen vor allem in den Landgemeinden bezahlte Kultur-Arbeitsstellen geschaffen werden. Reaktivieren möchte man gerne den "Salzburger Monat", der damals an gut 200.000 Haushalte ging.

Eine Neugründung eines monatlichen Kulturmagazins sei angedacht, die definitiv als Printausgabe erscheinen soll. Zusätzlich richtet sich der Appell an eine Fördererhöhung mittels "fair pay."

Aktuelle Maßnahmen des Kulturentwicklungsplans

Aus den 76 Einzelmaßnahmen für die Kultur wurden drei priorisiert, an denen man momentan arbeitet. Gegenwärtig wird zu Architektur, kultureller Bildung und zur Vernetzung und Kooperation gearbeitet. Von einer Vernetzung können auch die ländlichen Gemeinden profitieren, die durch den KEP verstärkt in den Fokus rücken.

Hier kann man den KEP einsehen:
http://www.kep-land-salzburg.at/inhalt/kulturentwicklungsplan/


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Autor:

Sabrina Moriggl aus Salzburg-Stadt

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