Doch Natura-2000 Ausweisung rund um den Nockstein

Heiß umkämpft- Der Bockstein. Natura-2000 Ausweisung soll die 380-KV Leitung weiter aufhalten.
  • Heiß umkämpft- Der Bockstein. Natura-2000 Ausweisung soll die 380-KV Leitung weiter aufhalten.
  • Foto: Franz S. Sommeregger
  • hochgeladen von Kathrin Hagn

KOPPL (kha). "Die aus Artenschutzgründen höchstwertigen Flächen rund um den Nockstein sollen unter Schutz gestellt, das heißt als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen werden." Das verlautbarte vor kurzem die Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler. Ein erster Vorschlag für die Ausweisung von 3 Teilflächen als Schutzgebiet für gefährdete Tiere und Pflanzen wurde nun ausgearbeitet. Mit der Wirksamkeit könnte die Umsetzung der 380-KV Leitung durchaus schwerer, aber nicht unmöglich gemacht werden. Die Behörden dürften einem Vorhaben nur dann zustimmen, wenn es den Erhalt des Schutzgebietes nicht gefährden würde.  

Steidl fordert wirksameres Mittel
Das ist dem SP Vorsitzenden Walter Steidl zuwenig: "Eine teilweise Ausweisung des Nocksteins zum Natura-2000-Gebiet wird kein ausreichend starkes Instrument gegen die geplante 380-KV-Freileitung sein. Sinnvoller wäre die Ausweisung des Nockstein- Höhenrückens als geschützter Landschaftsteil, so der SPÖ-Vorsitzende. Noch vor Weihnachten war ein Antrag der SPÖ, das Areal rund um den Nockstein als Naturschutzgebiet auszuweisen, abgelehnt worden.

Vorwurf der IV: unsachliche Diskussion
Scharf gegen den neuen Vorstoß wettert  hingegen die Industriellenvereinigung. Als "unsachlich" kritisiert Peter Unterkofler die Vorgangsweise: „Die Instrumentalisierung des Naturschutzes zulasten der 380-KV-Salzburgleitung richtet sich gegen die Versorgungssicherheit unseres Landes. Dass Gelbbauchunken und Kammmolche das Gebiet um den Nockstein bewohnen – wie etwa auch den Haunsberg und diverse Flächen im Bundesland Salzburg – ist keine neue Sachlage."

Appell an das Land
„Das bestgeprüfte Projekt muss endlich abgeschlossen werden. Die zwei zündelnden Gemeinden sowie die Landesumweltanwaltschaft sollten wissen, dass die Verhinderung eines Projektes mit europaweiter Relevanz kein Erfolg ist. Das Spiel mit dem Feuer muss ein Ende haben“, sagt auch Irene Schulte, Geschäftsführerin der IV-Salzburg. 

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