Leben retten
Ersthelfer: gerüstet für den Ernstfall

Lehrbeauftragte Sabine Winkler, in der Ausbildungsakademie des Roten Kreuzes Salzburg weiß, wie man in welcher Not-Situation reagiert
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Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Ersthelfer sind ein unverzichtbares Bindeglied in der Rettung.

SALZBURG. Die meisten Situationen in denen Erste-Hilfe geleistet werden muss entstehen in den eigenen vier Wänden. Dabei sind in 75% der Fälle Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde betroffen, weiß Sabine Winkler, Lehrbeauftragte in der Ausbildungsakademie des Roten Kreuzes Salzburg. In dem von ihr geleiteten Erste-Hilfe-Kurs werden die Teilnehmer innerhalb von zwei Tagen auf den Ernstfall vorbereitet und können als Ersthelfer in vielen Situationen zum Lebensretter werden. Die Gründe für die Teilnahme sind so unterschiedlich, wie das Alter der Teilnehmer. Egal ob für den Führerschein, den betrieblichen Ersthelfer, ehrenamtliches Engagement oder eigenem Interesse, jedem wird hier gezeigt, worauf es ankommt.

Notruf: cool bleiben am Telefon


Ruhe bewahren heißt es, wenn man den Notruf 144 wählt. Oft wird man in der Ausnahmesituation nervös, hektisch oder gar panisch. Dafür gibt es keinen Anlass. Schon während des Gespräches wird ein Rettungsteam allarmiert, welches laufend weitere Informationen aus dem Gespräch erhält.


Was tun bei Bewusstlosigkeit?


Reagiert die Person nicht auf Ansprache und sanftes schütteln an den Schultern, atmet jedoch, dann ist die Person bewusstlos und muss in die stabile Seitenlage gebracht werden. „Fehlt jegliches Anzeichen einer Atmung, der Brustkorb hebt und senkt sich nicht, muss mit der Wiederbelebung begonnen werden“, sagt Winkler und zeigt, wie man eine Wiederbelebung durchführt.

Sabine Winkler zeigt an der Puppe eine Reanimation.
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Wie man jemanden richtig Wiederbelebt


Die Unterlage, auf der die Person liegt, sollte hart und fest sein. Eine Reanimation im Bett, auf einer Matratze, bringt daher wenig. In der Mitte des Brustkorbes werden beide Hände übereinander gelegt und 30 Herzdruckmassagen durchgeführt. Danach folgen zwei Beatmungen. Man beginnt erneut mit der Herzdruckmassage, die wiederum von zwei Beatmungen gefolgt werden. Ein Defibrillator "Defi" leistet hier wertvolle Hilfe.

"Der Defi ist ein Gerät, das auch der Laie bedienen kann.

Er gibt einfache und logische Anweisungen entweder über die Lautsprecher oder dem Bildschirm. Befolgt man die Anweisungen, kann man auch nichts falsch machen", so Winkler. Einen Defibrillator findet man an vielen öffentlichen Plätzen in der Stadt oder der Gemeinde, aber auch bei Banken, Museen und Schwimmbädern, im Europark, Ikea oder am Hanuschplatz. Der Leitstellenmitarbeiter kann beim Notrufgespräch den Standort des nächsten Defibrillator in der Nähe durchgeben.

Motorradhelm bei Verletzten abnehmen


Große Unsicherheit herrscht bei den Kursteilnehmern bei der Frage, ob man einen Motorradhelm bei einem verunfallten Menschen abnehmen sollte oder nicht. Grundsätzlich gilt, liegt die Person reglos am Boden, so ist der Helm für die weiteren Erste-Hilfe-Maßnahmen abzunehmen. Die genaue Technik wird im Erste-Hilfe-Kurs erklärt und von den Teilnehmern unter Anleitung geübt.

Tipp, im Straßenverkehr

Ist man im Straßenverkehr mit dem Auto unterwegs und der Rettungswagen nähert sich von hinten, sollte man auf keinem Fall abrupt abbremsen. Wenn dadurch nämlich auch der Rettungswagen abbremst, kostet das wertvolle Zeit. Besser ist es zügig weiterzufahren und eine Ausweichmöglichkeit zu suchen, um Platz zu machen. Für Fußgänger, vor allem auch auf dem Fußgängerübergang, gilt: stehenbleiben, Platz machen und warten bis der Rettungswagen vorbeigefahren ist.

Corona wirkt sich auf Helfer aus


Im Erste-Hilfe-Kurs werden die Hygienemaßnahmen im Rahmen der Coronapandemie streng eingehalten, dies bedingt unter anderem einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen den maximal 16 Teilnehmern des Kurses. Corona beeinflusst aber auch direkt die Bereitschaft zur Leistung von Erste-Hilfe. Viele haben durch die Corona-Maßnahmen noch mehr Respekt vor der Situation einer fremden Person nahe zu kommen oder sie gar zu berühren. Dabei kann man schon durch die einfachste Maßnahme zum Lebensretter werden. Das rechtzeitige Wählen des Notrufes kann zum Beispiel schon Leben retten. Aber auch durch die Einhaltung des Selbstschutzes, wie zum Beispiel das Tragen von Handschuhen, können Erste-Hilfe-Maßnahmen sicher durchgeführt werden.

Erste-Hilfe leisten

"Mit dem theoretischen und praktischen Wissen aus einem Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz ist man perfekt für eine Notfallsituation vorbereitet. Gar nichts zu unternehmen ist das Einzige, das man falsch machen kann", ermutigt Winkler die Kursteilnehmer.

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