Großer Verlust
Holocaust-Überlebender Marko Feingold ist im Alter von 106 Jahren verstorben

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Ehrenbürger der Stadt Salzburg Hofrat Marko Feingold mit 106 Jahren verstorben.

SALZBURG. Er überlebte vier Konzentrationslager - jetzt ist Marko Feingold im Alter von 106 Jahren verstorben. Feingold war Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg und kämpfte bis zuletzt, vielfach auch an Schulen, unermüdlich gegen das Vergessen.
In seinem Buch "Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh. Eine Überlebensgeschichte" blickte Feingold auf sein Leben zurück.

Feingold war ein großer Kämpfer gegen das Vergessen

„Ein großer, äußerst wichtiger Aufklärer über die Gräuel der Nazizeit ist nicht mehr“, bedauert Bürgermeister Harald Preuner den am Freitag, 20. September 2019, bekannt gewordenen Tod von Hofrat Marko Feingold.

Der KZ-Überlebende und vielfach ausgezeichnete Ehrenbürger der Stadt Salzburg habe „zeitlebens gegen das Vergessen gekämpft“, so das Stadtoberhaupt, und in unzähligen Vorträgen gerade auch vor jungen Leuten einen wesentlichen Beitrag zur Aufarbeitung der wohl dunkelsten Phase der jüngeren Geschichte geliefert. Marko Feingold sei mit 106 Jahren auch der aktuell älteste Bürger der Stadt Salzburg gewesen. Die gesamte Stadtpolitik trauere mit der Familie.

Seit 1945 lebte Marko Feingold in Salzburg

Hofrat Marko Feingold wurde am 28. Mai 1913 in Neusohl in der heutigen Slowakei geboren, das damals im Gebiet der k & k Österreichisch-Ungarischen Monarchie lag. Er besuchte in Wien die Volks-, Bürger- und Handelsschule und war dort anschließend als Handelsangestellter tätig. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich flüchtete er 1938 in die Tschechoslowakei. Am 6. Mai 1939 wurde er von der Gestapo in Prag verhaftet. Es folgten Gefängnis und Konzentrationslager in Auschwitz, Neuengamme bei Hamburg, Dachau und Buchenwald, von wo er am 11. April 1945 durch die US Armee befreit wurde.

Seit Mai 1945 lebte Hofrat Marko Feingold in der Stadt Salzburg. Gleich nach seiner Ankunft stellte er sich in den Dienst der politisch Verfolgten.

Autor:

Lisa Gold aus Salzburg-Stadt

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