Kleine und große Geschäfte: Soll der Klo-Schilling abgeschafft werden?

Die Stadt Salzburg will ihre WC-Anlagen in der Wiener Philharmoniker-Gasse und beim Hanuschplatz künftig mit kostenpflichtigen Drehkreuzen (50 Cent) ausstatten und dafür die an den WC-Kabinen angebrachten Münzautomaten (ebenfalls 50 Cent) entfernen. Die Konsequenz: Auch Männer werden dann – für's "kleine Geschäft" am Pissoir zur Kasse gebeten.

Das stößt der ÖVP sauer auf, sie fordert eine generelle Abschaffung des "Klo-Schillings". „Ich halte das für den völlig falschen Weg. Statt den Obolus für die Benützung der Öffentlichen WCs auszuweiten, sollte der so genannte „Kloschilling“ überhaupt wieder abgeschafft werden“, betont ÖVP-Gemeinderat Franz Wolf. Die Gratisbenützung wäre locker durch die in den beiden vergangenen Jahren sprunghaft gestiegenen Einnahmen aus der Ortstaxe finanzierbar.

Stadt erwartet sich "erhebliche Mehreinnahmen"

Durch die Einbeziehung der Pissoire erwartet sich die Stadt eine Reihe von Vorteilen, darunter "erhebliche Mehrreinnahmen" (so steht es im Amstbericht. Außerdem entfallen die lästigen und wegen der anfallenden Überstunden teuren Entleerungen der zu Stoßzeiten schnell überfüllten Münzautomaten an Wochenenden ebenso wie der bei den Münzautomaten hohe Reparaturaufwand.

Detail am Rande: Mit dem Klo-Schilling hat die Stadt etwa 2015 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) 138.000 Euro eingenommen. Die Mehreinnahmen durch die um ein Drittel erhöhte Ortstaxe betragen rund 800.000 Euro.

Eine Liste mit Salzburgs öffentlichen WC-Anlagen (alle gebührenpflichtig) gibt es hier.

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