Salzburgs Gastronomie soll "freiwillig rauchfrei" werden

Christian Stöckl und Harald Kratzer. Der Sternbräu-Wirt  ist für das Rauchverbot in der Gastronomie.
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SALZBURG (lin). Geht es nach dem Willen von Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, soll Salzburg freiwillig rauchfrei werden. "Die Schädlichkeit des Rauchens und vor allem auch des Passivrauchens ist bekannt und wissenschaftlich mit Zahlen belegt. Außerdem belastet das Rauchen das gesamte Gesundheitssystem enorm. Deshalb schlage ich vor, dass Salzburg rauchfrei werden soll – und zwar auf freiwilliger Basis", sagte Stöckl.

Aktion gegen den blauen Dunst

"Ich appelliere an alle Wirte im Land, ihren Gästen ein Nichtraucherlokal anzubieten. Als sichtbares Zeichen dafür erhalten die Lokalbesitzer einen Aufkleber mit der Aufschrift "Salzburg freiwillig rauchfrei". Ich lade unsere Gastronominnen und Gastronomen herzlich ein, diesen Aufkleber an der Eingangstür zu ihrem Lokal anzubringen. Das schafft für alle Gäste schon vor dem Besuch des Lokals Klarheit und sie wissen, dass ihre Gesundheit während des Besuches nicht von Rauch beeinträchtigt wird", so Stöckl.

"Mehr als 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Österreich als Folge des Rauchens. Und abgesehen vom persönlichen Leid der Betroffenen und ihrer Angehörigen sind allein die ökonomischen Schäden für das Gesundheitssystem weit höher als die Einnahmen aus der Tabaksteuer", betonte Stöckl. "Viel zu wenig beachtet wird meiner Meinung nach, dass auch Passivrauchen – und das betrifft vor allem die Mitarbeiter in der Gastronomie – einem stark erhöhtem Risiko ausgesetzt sind, an den Folgen des Rauchens zu erkranken. Und extrem wichtig ist in meinen Augen die Vorbildwirkung: Das immer wieder gepredigte und ausgegebene Ziel, Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, kann am besten dadurch erreicht werden, dass das Nichtrauchen als Normalzustand gelebt wird", so Stöckl.

"Wirte wären froh über generelles Verbot"

Ein Unterstützer der Initiative ist Sternbräu-Wirt Harald Kratzer. "Ich glaube, dass sich die Mehrheit der Gastronomen schon auf das endgültige Rauchverbot mit Mai 2018 eingestellt hatte. Und dass die Wirtinnen und Wirt froh darüber gewesen wären, wenn die unsägliche derzeitige Regelung endlich zu Ende gegangen wäre", so Kratzer. "99 Prozent meiner Gäste – auch Raucher - begrüßen ein rauchfreies Lokal. Auch deshalb sollen sich möglichst viele Gastronomen diesem Trend anschließen und sich an der Aktion 'Salzburg freiwillig rauchfrei' beteiligen", so Kratzer, in dessen Räumlichkeiten seit Jahren nicht geraucht wird.

Laut IMAS-Neujahrsumfrage hat ein knappes Drittel der Österreicher einen persönlichen Vorsatz für 2018 gefasst. Die Top-Vorsätze drehen sich dabei rund um die Gesundheit: "Neben mehr Bewegung und Sport, sich gesünder ernähren und abnehmen wollen 21 Prozent jener, die sich für das Jahr 2018 einen Vorsatz vorgenommen haben, mit dem Rauchen aufhören. Das sind um vier Prozent mehr als vor einem Jahr.

SPÖ ist mit im Boot

„Jede Maßnahme, die dem Nichtraucher- und Arbeitnehmerschutz dient, ist eine gute Maßnahme", argumentiert Walter Steidl. "Daher unterstütze ich auch den Vorschlag der ÖVP, die Wirte in Salzburg künftig zu noch mehr Engagement bei freiwilligen Rauchverboten einzuladen. Das ganze wäre aber nicht nötig, würde die ÖVP auf Bundesebene nicht bereits geplante Gesundheitsmaßnahmen absagen“, erklärt SPÖ-Chef Steidl. Auf Initiative der SPÖ wird bei der ersten Ausschusssitzung des Salzburger Landtags am 17. Jänner 2018 ein Antrag behandelt, der darauf abzielt, die Aufhebung des Rauchverbots zurückzunehmen und das geplante Rauchverbot mit 1. Mai 2018 doch noch einzuführen.

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Christian Stöckl und Harald Kratzer. Der Sternbräu-Wirt  ist für das Rauchverbot in der Gastronomie.
Unappetitlich, übel stinkend und ungesund.

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