Zweiter Lockdown
Stadt schnürt Hilfspakete für Sport- und Kulturvereine

SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger kündigt Unterstützung für die Sport- und Kulturvereine an.
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Um die finanziellen Verluste von Sport- und Kulturvereinen abzufedern, wird die Stadt Salzburg ein zweites Unterstützungspaket schnüren. Das kündigte Vizebürgermeister Bernhard Auinger an.

SALZBURG. Starke Einschränkungen bringt der zweite Lockdown für die städtischen Betriebe sowie für die Sport- und Kulturvereine in der Stadt Salzburg mit sich: sämtliche Freizeiteinrichtungen sind seit dritten November geschlossen - von der Eisarena im Volksgarten, dem Aya-Hallenbad bis hin zur Sporthalle Alpenstraße und dem Sportzentrum Nord in Liefering. Lediglich Spitzen- und Profisportler können diese Infrastruktur weiterhin nutzen. Auch Museen, Theater und andere Kultureinrichtungen sind geschlossen.

Auinger: "Maßnahmen teils nicht nachvollziehbar"

Die Schließungen der Einrichtungen der städtischen Betriebe bescheren der Stadt allein für den November einen Einnahmenverlust in der Höhe von rund 120.000 Euro. Der ressortzuständige Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) moniert dabei vor allem die fehlende Differenzierung hinsichtlich der von der Bundesregierung verhängten Maßnahmen:

"Ich kann nur schwer nachvollziehen, warum Menschen mit einem Mund-Nasen-Schutz in einen Gottesdienst, nicht aber in ein Museum dürfen und warum Kindern das Fußballtraining im Freien untersagt ist, der Besuch und Aufenthalt in einem Einkaufszentrum jedoch erlaubt ist. Sport und Bewegung an der frischen Luft sind für Kinder elementar. Deshalb sollte das Vereinstraining in festen Gruppen vor allem im Freien und unter Einhaltung der Hygieneregeln für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auch weiterhin möglich bleiben".

Für den Leiter der städtischen Betriebe, Roland Oberhauser, sei der Sport so zu einem "Privileg für wenige geworden. Die Eisarena etwa bleibt nur mehr für die Red Bull Eishockey-Profimannschaft und einige Spitzensportler geöffnet, der Publikumslauf für Nicht-Spitzensportler kann nicht mehr stattfinden", so Oberhauser. Er hat aber auch eine gute Nachricht zu vermelden: die Aufbauarbeiten für den "Eiszauber Volksgarten" mit der Eisrunde unter freiem Himmel seien voll im Plan. "Wir werden alles bis zur ursprünglich geplanten Eröffnung Ende November finalisiert haben. Wir müssen abwarten, wie die Lage und die Verordnungen von seiten der Regierung dann aussehen. Aber wir sind bereit und können jederzeit öffnen." Freilich wohl mit Besucherobergrenzen und anderen Hygieneauflagen.

Die Aufbauarbeiten für den "Eiszauber Volksgarten" mit der Eisrunde unter freiem Himmel seien voll im Plan, sagt Roland Oberhauser, Leiter der städtischen Betriebe.
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In der Kulturszene fehlt die Planungssicherheit

Für die Kulturbranche sieht Ingrid Tröger-Gordon, Leiterin der städtischen Kulturabteilung, vor allem für 2021 große Herausforderungen. "Die Kulturveranstalter haben ausgeklügelte Hygienekonzepte erarbeitet, sodass bisher kein Cluster auf eine kulturelle Veranstaltung zurückzuführen war, dennoch herrscht jetzt wieder Stillstand. Was fehlt ist die Planungssicherheit, man kann nicht von heute auf morgen wieder hochfahren."

Sorge bereitet Tröger-Gordon vor allem auch ein mögliches "Wegbrechen des Publikums. Niemand weiß, wie das nächste Jahr aussehen wird, ob die Menschen dann wie bisher in das Theater oder auf ein Konzert gehen oder sehr zurückhaltend sind. Aus kulturpolitischer Sicht ist es daher umso wichtiger, dass die Förderungen auch für 2021 aufrecht bleiben", so Tröger-Gordon.

Stadt unterstützt mit 2,5 Millionen Euro

Um die Verluste für Kultur- und Sportvereine abzufedern, stellt die Stadt jetzt 2,5 Millionen Euro aus der Betriebsmittelrücklage zur Verfügung. Bereits im Frühjahr in der ersten Phase des Lockdown hatte die Stadt Unterstützungspakete für die Vereine geschnürt - den Sportvereinen etwa wurden im Mai als Sofortmaßnahme 149.000 Euro zur Verfügung gestellt, hinzu kamen Betriebskostenzuschüsse. Ähnlich wie im Frühjahr stehe man auch jetzt in engem Austausch mit dem Land, was das Bereitstellen von Hilfsgeldern betrifft. 

"Mit der bereits beschlossenen Ausweitung der Unterstützungsmaßnahmen bis Ende 2021 zielen wir als Stadt darauf ab, den Kultur- und Sportvereinen Planungssicherheit zu geben und das finanzielle Risiko zu reduzieren", betont Auinger.

Mehr zum ersten Hilfspaket im Frühjahr für den Sport lesen Sie hier
Welche Einrichtungen der Stadt vom Lockdown betroffen sind können Sie hier lesen

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