Der Staat muss seiner Pflicht nachkommen

Dass sehr viele Menschen in Salzburg ein offenes Herz für die Asylwerber haben, ist in der derzeitigen Situation nicht nur als Akt der Nächstenliebe zu verstehen, sondern vielmehr das Gerüst unserer Gesellschaft – ein Gerüst, ohne das das "Kartenhaus", in dem sich die Debatte rund um die österreichische Asylpolitik abspielt, wohl oder übel längst eingestürzt wäre. Das Engagement von so vielen sozialen Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen in allen Ehren, aber es kann nicht sein, dass der Staat seine Pflicht – und mit der Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention ist es nicht nur aus humanitärer Sicht eine Pflicht – auf die Zivilgesellschaft abwälzt und seine eigenen Hausaufgaben unerledigt lässt. Es ist an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen und für menschenwürdige Unterkünfte für die Asylwerber zu sorgen. Ansonsten wird auch das stärkste Kartenhaus früher oder später einknicken.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen