Tourismuskonzept
Stadt plant touristische Maßnahmen zur Besucherlenkung

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) und Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH
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  • Foto: Tourismus Salzburg / Günter Breitegger
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SALZBURG. Die Nächtigungen in der Stadt Salzburg sind im vergangenen Tourismusjahr mit 3.141.005 um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2017 gestiegen - dieses Ergebnis präsentierte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) gemeinsam mit Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH (TSG). 

„Um diesem positiven Verlauf auch zukünftig in vollem Umfang gerecht zu werden, arbeiten wir an einem Maßnahmenpaket, das die zukünftigen Entwicklungen des Tourismus positiv mitgestaltet", nennt Preuner Überlegungen in Richtung Besucherlenkung. 

Ziel ist eine örtliche Verteilung der Besucherströme und Attraktivierung alternativer Plätze in und außerhalb der Altstadt. Der Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sei nicht zu vermeiden, eine Lenkung der Routenplanung könne jedoch Abhilfe leisten.

Spezielle Themen-Führungen durch Salzburg

Mit den Salzburger Fremdenführern wird an einem Katalog gearbeitet, der geführte Gruppen in Zukunft besser lenken soll. So wird die Gruppengröße auf 25 Personen limitiert und Alternativrouten in die und innerhalb der Altstadt können für eine bessere Verteilung sorgen.

Im Segment des Individualreisenden bieten sich bestimmte Themen an, um interessierten Besuchern spezielle Spaziergänge zur Verfügung zu stellen. Diese Routen können laut Experten ebenfalls zu einer Entschärfung der neuralgischen Hotspots beitragen. Überlegt werden etwa Wanderungen über die Stadtberge, Rundwege zum Thema Kirchenstadt oder der „Walk of Modern Art“.

Im Prüfungsstadium befinden sich auch weitere Verkehrslösungen. Das Management der Radnutzung soll in der Altstadt an die Anforderungen angepasst werden. Verbesserte Bodenmarkierungen und klare Widmungen für Geh- und Radwege sollen für mehr Klarheit besonders auf den Brücken und an den touristischen Highlights sorgen.

Neue Regelung  bei airbnb

Auch die Vermietung über Onlineplattformen wie airbnb wird gesetzlich geregelt. Stadt und Land Salzburg bringen ein neues Tourismusgesetz auf den Weg, in dem festgehalten wird, dass sich die Vermieter in Zukunft registrieren und online alle Angebote mit dieser Registrierungsnummer versehen sein müssen. Damit soll eine effiziente Kontrolle gewährleistet werden.

Online-Reisebussystem hat sich bewährt

Seit Juni 2018 müssen Reisebusse für die Zufahrt zu den Terminals Nonntal und Paris-Lodron-Straße vor Anreise einen Zeitslot gebucht haben. Im Zeitraum Juni bis Dezember 2018 wurden 53.238 Zufahrten von rund 27.000 Reisebussen registriert, hochgerechnet auf das gesamte Jahr ergibt das rund 40.000 Busse.

45 Prozent der Zufahrten wurden am Terminal Paris-Lodron-Straße abgewickelt, 55 Prozent am Terminal Nonntal. "Dieser Schritt zur Entzerrung auf örtlicher und zeitlicher Ebene hat die Erwartungen erfüllt", betont Preuner. 

Für den Individualgast wird es eine neue Lösung geben: In den Sommermonaten Juli und August soll von Montag bis Freitag eine Direktverbindung vom Park & Ride Messe bis zum Hanuschplatz eingerichtet werden

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) und Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH

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