Städtische Horte bleiben doch bestehen

Vizebgm Anja Hagenauer sieht es als guten Kompromiss.
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SALZBURG. Der viel kritisierte Plan der Stadtegierung, die Horte abzuschaffen und sukzessive durch schulische Nachmittagsbetreuung zu ersetzen, ist vorerst vom Tisch. Stattdessen soll es nun ein Pilotprojekt an der Volksschule in Lehen geben, wo mit dem anstehenden Schulumbau adäquate Räume für die Nachmittagsbetreuung der Volksschüler eingerichtet werden. Zudem soll es auch in der Früh vor Schulbeginn und am Abend noch Betreuung geben. Die Schule wird dazu um rund 28,5 Millionen Euro zum Campus Lehen ausgebaut.

"Systemdiskussion nicht angebracht"

„Es ist nicht so, dass Horte das Paradies sind und die Schulische Tagesbetreuung die Hölle. Beide haben Gutes und Mankos. Nun geht es darum, aus beiden Betreuungsformen die positiven Sachen herauszuholen. Das hier ist ein guter Kompromiss", betonte Vizebgm. Anja Hagenauer (SPÖ).
"Entscheidend ist, für alle Kinder in der Stadt Salzburg an allen Standorten die beste Betreuung zu ermöglichen. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist eine Systemdiskussion daher nicht angebracht“, betont ÖVP-Bildungssprecherin GR Marlene Wörndl. NEOS-Bildungssprecher GR Lukas Rößlhuber fügt hinzu: „Wir NEOS tragen diesen Kompromiss mit, auch wenn viele Detailfragen zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt sind. Die Grundrichtung des heutigen Antrages ist aber die richtige. Die weiteren Amtsberichte und Umsetzungen von Seiten Anja Hagenauers werden wir genau prüfen.“
FPÖ-Bildungssprecher Bernhard Höllinger bezeichnet es als richtigen Schritt: „Mit den von der SPÖ geplanten Schließungen der 15 städtischen Horte und der Umstellung auf schulische Tagesbetreuung wäre es zu einem massiven Qualitätsverlust bei der Betreuung der Kinder in Salzburg gekommen. Es war eine gute Entscheidung, den Amtsbericht „zurück an Amt“ zu schicken."

Elternvertreterin Judith Ungeringer hat nach eigenen Angaben 2.902 Unterschriften für den Erhalt der Horte gesammelt. Sie zeigte sich gesprächsbereit, sieht aber „das funktionierende Modell Hort als Schablone und best practise Beispiel.“ Ungeringer forderte, dass auch in Zukunft Qualität, Flexibilität und Individualität der Betreuung sichergestellt werden müssten.

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Lisa Gold aus Salzburg-Stadt

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