Zeit nutzen bis zur nächsten Wahl

Stadtblatt-Redakteurin Lisa Gold
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Es war wie erwartet ein echter Wahlkrimi am Sonntag. Am Ende siegte Harald Preuner im "Foto-Finish", um es in der Sportlersprache zu sagen. Oder um die Wortwahl unseres Bundespräsidenten zu verwenden: "arschknapp". Anders als der Bundespräsidenten- und vor allem Nationalratswahlkampf war jener in der Stadt von Fairness geprägt. "Man will sich ja auch morgen noch in die Augen schauen können", wurde sowohl in der ÖVP als auch in der SPÖ klar betont. Ob das auf eine konstruktive Zusammenarbeit – zumindest bis zur Gemeinderatswahl 2019 – rückschließen lässt, ist freilich offen. Preuner ist den meisten als verlässlicher Politiker mit Handschlagqualität bekannt, großer Innovationsdrang – wie ihn etwa Auinger mitbringt – wird ihm nicht unbedingt attestiert. Es bleibt abzuwarten, wie viel Spielraum man sich in den nächsten 1,5 Jahren gegenseitig lässt, zu nahe scheint der nächste Wahltermin zu sein. Preuner wird diese Zeit nutzen, um sich als zuverlässiger Bürgermeister zu profilieren, Auinger, um seine Bekanntheit weiter zu steigern und sich als "Mann der Zukunft" zu präsentieren.

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