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Den Alltag bewältigen: Alltagsmanager brechen alte Strukturen in Heimen auf

Jasmina Rajkovic bei der Zertifikatsverleihung
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  • Jasmina Rajkovic bei der Zertifikatsverleihung
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Mit der Schaffung des Berufsfeldes Alltagsmanager werden konventionelle Strukturen in Seniorenheimen aufgebrochen. Ältere Menschen dürfen nun ihre Gewohnheiten bis ins hohe Alter beibehalten und werden dabei von Alltagsmanagern begleitet. Diese organisieren und strukturieren den Alltag in sogenannten Hausgemeinschaften und helfen bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Das BFI Salzburg gratuliert 29 Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss der sechsmonatigen Ausbildung.

In Salzburg wird seit einigen Jahren das Modell der Hausgemeinschaft forciert. Diese neue Wohnform für ältere Menschen mit Pflegebedarf zeichnet sich durch eine hohe Wohn- und Betreuungsqualität aus. Das Herz der Hausgemeinschaft ist die gemeinsame Wohnküche, die das Zentrum der sozialen Kontakte bildet. Zusätzlich verfügen alle Bewohner über ein eigenes Wohn-Schlafzimmer mit Vorraum und Sanitärbereich. So wird genügend Rückzugsraum und Privatsphäre gewährleistet. Um diese neue Form bestmöglich professionell unterstützen zu können, wurde vor zwei Jahren die Ausbildung zum Alltagsmanager geschaffen. Im Mai 2015 haben nun in einem zweiten Lehrgang 29 Personen diese Ausbildung am BFI Salzburg absolviert, die Finanzierung erfolgt zur Gänze aus Fördermitteln von Stadt und Land.

22 der insgesamt 29 Absolventinnen und Absolventen sind in Einrichtungen des Magistrats in der Stadt Salzburg (in Heimen in Hellbrunn, Itzling und Liefering) tätig. Vier Personen kommen aus dem Pongau, drei aus dem Lungau.
„Wir wollen mehr Prüfungen!“

Während Personen in Ausbildung oft kaum erwarten können, ihre Prüfungen endlich hinter sich zu bringen, scheinen Alltagsmanager eine spezielle Sorte zu sein, worüber sich Dr. Maria Riedl, Lehrgangsleiterin mit einem Augenzwinkern in ihrer Festansprache wundert: „Viele von euch haben sich während der sechsmonatigen Ausbildung mehr Prüfungen gewünscht! So was kommt auch nicht jeden Tag vor.“

Alle Absolventen mussten als Abschlussprojekt ein Konzept für eine Freizeit- oder Alltagsbeschäftigung erstellen und in den Alltag der Hausbewohner integrieren. Jasmina Rajkovic aus Salzburg färbte mit den Hausbewohnern des Seniorenwohnheimes in Itzling Ostereier nach alter, serbischer Tradition mit Zwiebelschalen und Kräutern, ohne zu wissen, dass dies auch in Österreich Brauch war. „Die Freude der Bewohner war groß, weil sie in ihrer Jugend Ostereier genau auf diese Art und Weise gefärbt hatten. Ich konnte somit die Tradition meiner Oma weiterführen und die Heimbewohner in ihre Jugend zurückversetzen“, freut sich Rajkovic.

Andere knüpften Freundschaftsbänder, die dann behalten oder an Verwandte bzw. Freunde verschenkt wurden. Auch das Binden und Weihen von Palmbuschen stand auf dem Programm – damit werden alte Bräuche gepflegt, die jahrzehntelang zuhause praktiziert wurden.

Alle Fotos der Zertifikatsverleihung gibt's auf Flickr.

Info
Der Lehrgang startete im November des Vorjahres und dauerte insgesamt sechs Monate. Die Auszubildenden drückten insgesamt 20 Schultage die Schulbank und behandelten während dieser Zeit den Stoff von 14 Fächern, wie etwa Soziale Kompetenz, Ernährungslehre, Erste Hilfe oder Alltagsbegleitung. Den Abschluss bildeten drei Prüfungen und eine Projektarbeit.

Wo: BFI Salzburg, Schillerstraße 30, 5020 Salzburg auf Karte anzeigen
Autor:

BFI Salzburg aus Salzburg-Stadt

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