Am Rad der Zeit
UMFRAGE - Uhrmacher als krisenfester Job mit Zukunft

Der Uhrmacher Bernhard Schmollgruber in seinem Geschäft in der Goldgasse.
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  • Der Uhrmacher Bernhard Schmollgruber in seinem Geschäft in der Goldgasse.
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Bernhard Schmollgruber weiß, dass das Uhrengeschäft bestand hat und ermutigt diesen Beruf zu ergreifen.

SALZBURG. Die Zeit steht still im kleinen Geschäft in der Goldgasse. In jeder Ecke findet sich eine antike Uhr und mittendrin der Uhrmacher Bernhard Schmollgruber, für den es der wohl schönste Beruf der Welt ist. "Das Uhrengeschäft hat eine Zukunft", ist sich Uhrmacher Bernhard Schmollgruber sicher. "Wenn man fleißig ist, kann man gut davon leben." Alles, was man für das Handwerk braucht, sei eine ruhige Hand und Geduld und "einfach den Willen etwas zu lernen."

"Wenn ein junger Mann oder Frau Interesse daran hat, der kann sich bald einmal selbständig damit machen. Denn Arbeit gibt es genug."

Dabei gebe es zwei Arten um den Beruf zu erlernen. Entweder sucht man sich direkt einen Lehrherren oder besucht, wie Schmollgruber, die Uhrmacherschule in Karlstein. Vier Jahre lang lernte dort der 67-jährige unter anderem wie man eine Pendeluhr und eine Taschenuhr baut.

Nach der Lehre in die Welt

Mit 19 Jahren machte Schmollgruber die Meisterprüfung und reiste dann durch die Welt, um die nötige Erfahrung zu sammeln, denn "ein Uhrmacher braucht Praxis". Südafrika, Kanada und die Schweiz besuchte er, bevor er mit Mitte zwanzig zurück nach Österreich kehrte und sich den Uhrwerken vor Ort widmete. Eine gute Uhr erkenne er auf den ersten Blick. "Die Schweizer machen die besten Uhren". Viele Geschäfte haben keinen Uhrmacher vor Ort, für einen Batteriewechsel könne man zwar die Uhr abgeben, aber da sie erst an einen Uhrmacher weitergeschickt werden müsse, kann das drei bis vier Tage dauern.

Beruf lag in der Familie

Sein Vater war ebenfalls Uhrmacher, Schmollgruber selbst wuchs unter elf Geschwistern auf. Dabei hätte es ganz anders kommen können. Von zwölf Kindern auf dem Land war es früher üblich, dass einer Pfarrer wird.

"Mein Vater hat gesagt, entweder Uhrmacher oder Pfarrer."

Schmollgruber entschied sich für die Uhren und bereute es nicht. Seine Frau und sein Sohn danken es ihm. "Als ich vierzehn war, fiel die Entscheidung. Es hat mich interessiert und jetzt im Alter bin ich froh, dass ich das gemacht habe, weil es ein schöner Beruf ist. Wenn ein junger Mensch sagt, er möchte einen krisenfesten Beruf, dann wäre Uhrmacher eine gute Wahl."

Uhren nach wie vor als Statussymbol

Man braucht Uhrmacher, das weiß Schmollgruber. Denn es werden jedes Jahr so viele teure Uhren erzeugt und die benötigen ungefähr alle fünf bis acht Jahre eine Wartung und Reinigung. Die Uhr als Statussymbol gewinnt mit den Jahren. Das Interesse junger Menschen an einer Uhr ist wegen des Smartphones rückläufig, aber wenn die Menschen ein gewisses Alter erreichen, steigt das Interesse an einer Uhr wieder. Gutes Licht, gute Augen und eine ruhige Hand braucht Schmollgruber bei der Reparatur. "Wenn ich heikle Uhren zu reparieren hab, schalte ich sogar die Aircondition ab, damit es ganz ruhig ist."

Mehr aus der Stadt Salzburg liest man >>hier<<

Der Uhrmacher Bernhard Schmollgruber in seinem Geschäft in der Goldgasse.
Uhrmacher Bernhard Schmollgruber an seinem Arbeitsplatz.

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