16.08.2016, 08:26 Uhr

Ein Lob auf das Brot

Wir alle kennen beliebte Redewendungen, die in bestimmten Lebenssituationen immer wiederkehren und zutreffend sind.

So auch das geflügelte Wort "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Es stammt wohl aus dem Mittelalter und wird Minnesängern zugeordnet, die von Hof zu Hof zogen und den jeweilige Fürsten lobpreisten, der sie kostenfrei beherbergte und verköstigte.

Jetzt fand ich in einem Leserbrief den Sinnspruch in dieser Forn wieder: "Welch Brot ich ess, des Lied ich sing". Das machte mich etwas stutzig, denn hier wird nicht der edle Spender verehrt, sondern dessen Brot. So zumindest mein Verständnis.

Kann natürlich auch sein, dass sich im Laufe der Zeit der Sinn dieses Spruches gewandelt hat. Ich habe aber eher den Eindruck, dass er dem Zitierenden nicht mehr so ganz geläufig war ...
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