07.11.2017, 12:00 Uhr

Alkohol: bei Männern Suchtmittel Nummer 1

Männer sind laut aktueller Statistik in Salzburg weitaus anfälliger für Alkohol- und Nikotinsucht als Frauen. (Foto: Angelika Pehab)

Für 15.620 alkoholkranke Männer in Salzburg stellt der tägliche Griff zur Flasche ein großes Problem dar.

SALZBURG (ap). Gründe, um das Glas zu erheben, gibt es genau so viele, wie Ausreden, warum man mit dem Rauchen nicht aufhören kann. Alkohol stellt, zusammen mit Nikotin, auch weiterhin die deutlich größte Herausforderung an die Suchthilfe dar. In der Alkoholberatung des Psychosozialen Dienstes des Landes wurden 2016 insgesamt 927 Menschen mit Alkoholproblemen betreut.
Davon sind 71 Prozent Männer. Das belegt der aktuelle Suchtbericht 2016, der die Problembereiche Alkohol, Medikamente, Drogen und Glücksspielsucht umfasst. 198 Patienten aus Salzburg begaben sich 2016 in eine Entwöhnungstherapie. Im Land Salzburg ist mit zirka 22.000 Alkoholkranken und knapp 700 Neuerkrankungen im Jahr zu rechnen.

420 Männer in Drogenberatung

In der Drogenberatung in Salzburg wurden 2016 insgesamt 539 Klienten betreut. Davon sind 78 Prozent Männer, altersmäßig gehören mit 44 Prozent knapp die Hälfte zu den Jugendlichen oder jungen Erwachsenen bis 24 Jahren, wobei die Klienten im Zentralraum deutlich älter sind als in den Gebirgsregionen.
"Als langjähriger Trend lässt sich anteilsmäßig eine leichte Zunahme bei Stimulantien und auch bei Kokain feststellen, bei Cannabis und auch bei Opioiden zeigen sich stabile Zahlen. Festzustellen ist ein gewisser Anstieg an Partydrogen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Ecstasy und zunehmend um Stimulantien vom Amphetamin-Typ. Metamphetamin (‚Crystal’) und Mephedron haben in Salzburg keinen größeren Eingang in der Szene gefunden", so Franz Schabus-Eder, der Suchtkoordinator des Landes Salzburg.

Weitere Beiträge zum Thema Männergesundheit finden Sie unter www.meinbezirk.at/heldencheck.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.