13.11.2016, 16:46 Uhr

Wer schlecht hört, isoliert sich häufig selbst

Der HNO-Primar Florian Kral informierte über Neuerungen in Sachen Therapie und Diagnose bei Hörverlusten – im Bild mit Moderatorin Angelika Pehab. (Foto: Jager)

"Wird ein Hörverlust bemerkt, sollte man möglichst rasch darauf reagieren", betont Primar Florian Kral.

ST. JOHANN (ap). "Ganz Ohr" waren die Besucher des MINI MED Studiums vergangene Woche im St. Johanner Kongresshaus, referierte doch der renommierte HNO-Primar des Krankenhaus Schwarzach, Florian Kral, über Diagnosemöglichkeiten sowie Neuigkeiten in der Behandlung von Hörverlusten.

Gut Hören ist Lebensqualität

"Ein Hörverlust schränkt laut wissenschaftlicher Erkenntnisse die Lebensqualität mehr ein, als ein Schlaganfall", informiert Kral und betont, diesen Befund nicht zu unterschätzen. Rund 90 Prozent aller Sinneswahrnehmungen werden über das Gehör aufgenommen. Eine Hörverminderung oder Schwerhörigkeit wirkt sich demnach bei Betroffenen vor allem in der Kommunikation und im sozialen Leben aus.
Anhand von Animationen, Bildern, Videos und Hörproben spannte Kral anschaulich einen Bogen von der Anatomie der Ohren über die Funktion von Hörtests, Erkrankungen und Therapien bis hin zu modernen Hörhilfen und Implantaten. Und dabei macht er vorallem eines klar: "Betroffene sollen davon absehen, Hörgeräte mit Behinderung, Alter oder Stigmatisierung in Verbindung zu bringen, weil die Alternative – nämlich keines zu tragen – keine gute ist."

Lesen Sie hierzu auch MINI MED Semesterstart in St. Johann.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.