16.10.2014, 14:51 Uhr

"Bitte berühren" - Kunst anders sehen.

Mag. Nadja Al-Masri-Gutternig (Kunstvermittlung mit Schwerpunkt Inklusion) und Josef Schinwald, Obmann Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg (BSVS) (Foto: Salzburg Museum)
SALZBURG. Wie kann man nun eine Führung für Blinde und Sehbeeinträchtigte sinnvoll gestalten? Wenn ein Sinn eingeschränkt ist, so muss man eben alle anderen nutzen. Wichtig bei Führungen für Menschen mit Beeinträchtigung ist, dass sich alle Beteiligten ordentlich Zeit dafür nehmen. Objekte, die sich die meisten von uns einfach ansehen, müssen einerseits über genaue Beschreibung oder auch durch Ertasten erlebbar und begreifbar werden.

Das genaue Beschreiben wird natürlich an die Gruppe angepasst. Bei der Führung durch die Ausstellung „Krieg. Trauma. Kunst.“ werden zahlreiche Objekte durch Angreifen begreifbar gemacht, aber es wird auch Kostproben geben, die nach Kriegssparrezepten extra für die Führung zubereitet werden. „Wir wollen möglichst viele Sinne ansprechen, um die Stimmung, den Grundgedanken der Ausstellung zu vermitteln. Beispielweise mit Zimt wird der Geruchssinn angesprochen und so können etwa weihnachtliche Gefühle, die man beschreibt, besser nachvollzogen werden“, so Kunstvermittlerin Al-Masri.


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