14.03.2017, 13:00 Uhr

Das Holz bietet oft die letzte Ruhestätte

Claudia Jung und ihre Schwester Barbara Perkmann-Jung vor den Sargmodellen aus verschiedenen Holzarten.

Die Bestattung Jung setzt auf Holzsärge aus heimischen Holzarten – von der Esche bis zur Zirbe.

SALZBURG (lg). Von der Wiege bis zum Sarg – das Material Holz begleitet viele Menschen ein Leben lang. Das bestätigen auch Claudia Jung und ihre Schwester Barbara Perkmann-Jung, die in der Innsbrucker Bundesstraße in der Stadt Salzburg die Bestattung Jung führen. Bei den Holzsärgen werden nur heimische Hölzer verwendet.

Von Eiche bis zu Zirbe

"Das machen wir aus Überzeugung, Särge aus Tropenhölzern sind bei uns nicht erhältlich. Zu den häufigsten Holzarten zählen Eiche, Pappel, Lärche, Fichte und Esche, aber auch Birke, Tanne und Zirbe werden stark nachgefragt. Hinzu kommen ausgefallene Holzarten wie Akazien-Kirsche. Viele Angehörige suchen auch das Holz aus, das der Verstorbene selbst am liebsten mochte oder das sich in dessen Zuhause am meisten wiederfindet. Es geht ja auch darum, dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen", berichtet Claudia Jung. Was die Form der Holzsärge betrifft, geht der "Trend" in Richtung klare, schnörkellose Form. "Oft sind sie oben breit und gehen dann unten enger zusammen. Aber das ist auch vom Geschmack der jeweiligen Angehörigen abhängig", ergänzt Perkmann-Jung. Hergestellt werden die Särge ausschließlich in Österreich und Italien, in Salzburg erfolgt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Moser Holzindustrie" in St. Michael im Lungau. "Da wir auf heimische Hölzer setzen, haben wir hier einen sehr guten Partner gefunden", so Jung. Dass die Urnenbestattung mit über 70 Prozent gegenüber der Erdbestattung mit 30 Prozent einen starken Anstieg verzeichnet, tut der Nachfrage nach den Holzsärgen keinen Abbruch. "Die Leichen werden trotzdem im Sarg aufgebahrt und mit dem Sarg eingeäschert. Erst dann kommt die Asche in die Urne", so Perkmann-Jung. Wann die meisten Menschen sterben, lässt sich laut Claudia Jung nicht konkret sagen. "Tendenziell sind Herbst und Winter die stärksten Zeiten, aber es kommt genauso vor, dass wir im Sommer sehr viele Todesfälle gleichzeitig haben."

Weitere Berichte zum Thema Holz aus ganz Österreich finden Sie in unserem Themen-Channel.


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