25.10.2017, 05:00 Uhr

Die Stadt verschenkt ein Jazzfestival

Christoph Lindenbauer ist designierter Chefredakteur der Bezirksblätter Salzburg.

Kommentar

Über hundert hochkarätige Bands auf 56 Bühnen in und um die Altstadt, und man zahlt dafür: Nichts. Keinen Cent Eintritt. Das Festival "Jazz & the City" hat heuer sogar auf Zählkarten verzichtet. Wer kommt, darf rein, wenn der Saal voll ist, dann eben nicht. Aber ist ein Konzert etwas wer, wenn es gratis ist? Warum nicht. Die Stadt Salzburg verschenkt an ihre Bürger eben ein Festival.
Die Wirte und Hoteliers, zahlen mit. Aber sie zählen auch zu den Profiteuren dieser Großveranstaltung. Sogar die in den Anfangsjahren lautstartke Kritik der Kulturvereine und Veranstalter, die ja für ein ganzjähriges Musik-Programm sorgen und ohne Eintritte nicht überleben können, ist weitgehend verstummt. Denn dieses fünftägige Gratis-Festival Ende Oktober begeistert derart viele Leute für noch unbekannte Musik, dass sie auch im Rest des Jahres öfter einmal in ein Konzert gehen: Auch wenn sie dort Eintritt zahlen müssen und die Namen der Musiker nicht bekannt sind. Der Altstadtjazz belebt also die Szene und verknüpft die Stadt noch mehr mit Kunst und Kultur, als sie ohnehin schon ist. Jazz & the City ist ganz einfach eine Top-Party für die Anhänger intelligenter Musik. Und die wird auch im Bereich der Klassik mit Steuergeld gefördert. "Jazz & the City" mag ein sperriger Name sein, aber die Idee möge die Stadt noch lange bereichern.

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