05.01.2018, 14:00 Uhr

Ende nach 170 Jahren: Katholnigg sperrt zu

Katholnigg sperrt zu

"Sperrstund ist" steht an der Tür von Salzburgs beliebtestem Platten-Geschäft für klassische Musik.

SALZBURG (lin). Einst standen die Leute Schlange vor dem Platten- und CD-Geschäft Katholnigg in der Sigmund-Haffner-Gasse. Aber diese Zeiten sind vorbei. Der Klassik-Markt ist gesättigt, und wer sich dennoch für die Neuerscheinungen interessiert, kauft nimmer häufiger im Internet. "Sperrstund is" heißt es wieder einmal für einen Salzburger Traditionsbetrieb.


Schon wieder das Internet

1847 hat die Familie Katholnigg mit Klavieren begonnen, vor ungefähr hundert Jahren wurde mit Grammophonen und mit Platten begonnen. 1996 hat Astrid Rothauer übernommen und nicht nur CDs verkauft, sondern Diskussionen, Künstlergespräche und Signierstunden organisiert. "Während der Festspielzeit ist immer alles sehr gut gelaufen", sagt Rotauer, "aber in den übrigen Monaten war die Miete gleich hoch. Aber die Umsätze haben in der Nebensaison einfach nicht mehr gepasst." Die 53-jährige Geschäftsfrau Rothauer betont, dass sie noch nicht sofort hätte aufhören müssen. "Aber ich will und muss mir noch etwas Neues aufbauen, und daher ist jetzt die richtige Zeit aufzuhören." Schade.

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