19.10.2016, 10:45 Uhr

Erster selbstfahrender Mini-Bus machte in Salzburg Station

Österreich Präsentation des ersten selbstfahrenden Minibus für die Stadt Salzburg am Domplatz in Salzburg (Foto: Neumayr)
SALZBURG (lg). Die Stadt Salzburg durfte sich über eine österreichweite Premiere freuen: der erste selbstfahrende Minibus wurde von der Salzburg Research im Rahmen der Salzburger Verkehrstage präsentiert. Im öffentlichen Personennahverkehr ist die Erschließung der „letzten Meile“ – also der Weg von der Haltestelle zum Ziel oder nach Hause – kritisch für die Kundenakzeptanz. Selbstfahrende Minibusse können als lokale Zubringer die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs entscheidend verbessern.

Erzbischof Franz Lackner bei der Testfahrt mit dabei

Grundlage für die angestrebte Testregion ist das kürzlich entwickelte Mobilitätskonzept "salzburg.mobil 2025" des Land Salzburg. "Selbstfahrende Mininuss könnten zukünftig das Angebot im öffentlichen Verkehr auf der letzten Meile ergänzen und für bessere Kundenakzeptanz sorgen. Der automatisierte Verkehr wird kommen. Laut Experten ist das im Jahr 2030 wahrscheinlich Standard", ist SPÖ-Klubobmann und Heinz Schaden Nachfolger Bernhard Auinger (SPÖ) überzeugt. Auch LH Wilfried Haslauer (ÖVP), der bei der heutigen Testfahrt ebenso wie Bundesminister Jörg Leichtfried und LR Hans Mayr mit dabei war ist überzeugt, dass "neue Denkmodelle und der Einsatz moderner Technologien zum Verkehr der Zukunft gehören."
Auch Salzburgs Erzbischof Franz Lackner wagte sich bei der heutigen Testfahrt - bei der stets ein "Operator" anwesend ist, in den Mini-Bus und meinte "Wenn der Operator mit an Bord ist, brauche ich nicht zu beten", so Lackner.

Maximal 50 km/h Geschwindigkeit

Der französische Hersteller "Navya Tech" stellte 2015 erstmals den automatisierten Minibus "Navya Arma" vor, der zu 100 Prozent fahrerlos fährt. Bei Testfahrten fährt ein Operator mit, der jederzeit eingreifen kann. Das Fahrzeug hat eine Kapazität von bis zu 15 Personen und eine Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h. Technologishc ist der Bus mit Multi-Sensor-Technolgoe ausgestattet, wie LIDAR-Sensoren, GPW oder Stereokamera.

Testfahrten nur per Verordnung möglich

Laut aktueller Gesetzeslage ist autonomes Fahren auf Österreichs Straßen nur für Testfahrten unter bestimmten Auflagen und per Verordnung möglich. Bis dato wurden bereits Testprojekte mit dem Bus umgesetzt, wie etwa das "Smart Shuttle" in Sion in der Schweiz oder bei der Passenger Terminal Expo 2016 in Köln. Salzburg Research hat sich für eine Testgenehmigung für selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Personenverkehr sowie für die Sondierung einer Testregion im Bundesland Salzburg beworben
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.