14.02.2018, 08:20 Uhr

Erzbischof Franz Lackner übt Kritik an Aussagen von Weihbischof Laun

Erzbischof Fanz Lackner (Foto: EDS/Neumayr)
SALZBURG. Erzbischof Franz Lackner und Kardinal Christoph Schönborn üben scharfe Kritik an den jüngsten Aussagen des emeritierten Salzburger Weihbischofs Andreas Laun über kirchliche Segnungen homosexueller Partnerschaften. „Die Äußerung des emeritierten Weihbischofs Laun macht betroffen. Wortwahl und Vergleich sind gänzlich unangemessen“, erklärte Erzbischof Lackner. „Es ist und bleibt unverständlich, wie man systematische Verbrechen gegen die Menschheit in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit gleichgeschlechtlichen Lebensformen bringen kann“, betonte der Erzbischof, der darauf hinwies, dass er das Gespräch mit Weihbischof Laun gesucht habe. Laun habe ihm gegenüber versichert, die Menschen nicht verletzen zu wollen. „Aber gerade so geschehen Verletzungen. Daher habe ich ihn ausdrücklich gebeten, sich für dieses undifferenzierte Nebeneinanderstellen zu entschuldigen“, so Lackner.

Die beiden Spitzen der Österreichischen Bischofskonferenz reagierten damit auf Aussagen des bereits emeritierten Salzburger Weihbischofs Laun. Dieser hatte sich am Montag in einem Gastbeitrag auf der Plattform kath.net gegen den Vorschlag einiger deutscher Bischöfe ausgesprochen, ebenfalls Segnungsfeiern für homosexuelle Paare anzubieten.
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