13.09.2017, 09:49 Uhr

Erzbischof Lackner: "Gott stößt in unserer Welt zunehmend auf taube Ohren"

Fahrt im Reisebus zur Maria Namenfeier: Erzbischof Franz Lackner, links: Sr. Katharina Fuchs (Foto: EDS)

Salzburger Abordnung von Gläubigen bei Maria-Namen-Feier im Wiener Stephansdom

Salzburgs Erzbischof Franz Lackner ist gemeinsam mit Kardinal Christoph Schönborn Patron der „Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft“ – und folgte deshalb einer Abordnung von Salzburger Gläubigen zur Maria-Namen-Feier anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Staatsvertrages nach Wien. Die Feier vergangenes Wochenende stand ganz im Zeichend er Flüchtlingskrise. "Wir müssen die Herzen und die Türen öffnen". Mit diesem Appell richtete sich der Salzburger Erzbischof Franz Lackner zum Auftakt der Feierlichkeiten.

"Gott ist den Menschen nur nich in ganz kleinen Dosen zumutbar"

Er betonte damit, dass Flüchtlinge und Verfolgte sowohl die konkrete Hilfeleistung als auch das Gebet bräuchten. Zudem sei es eine "heilige Pflicht", die Christen im Nahen Osten nicht zu vergessen und ihnen so gut wie möglich beizustehen. In seiner Predigt unterstrich Lackner die große Macht des gemeinsamen Gebets. "Dein Gebet ist ein Sprechen mit Gott. Wenn du die Heilige Schrift liest, spricht Gott zu dir; wenn du betest, sprichst du zu Gott", zitierte Lackner den Kirchenvater Augustinus. Leider würde Gott in der westlichen Welt zunehmend auf "taube Ohren" stoßen, da den Menschen Gott nur noch in "ganz kleinen Dosen" zuzumuten sei.

Zur jährlichen Maria-Namen-Feier
in den Wiener Stephansdom lud vergangenes Wochenende die „Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft“ (RSK). Sie war 1947 vom Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-1982) mit dem Ziel gegründet worden, dass möglichst viele Menschen gemeinsam für die Freiheit des damals besetzten Österreich beten. Auf die „Macht dieser Gebete“ nahm auch Bundeskanzler Raab ausdrücklich Bezug, als die Verhandlungen zum Staatsvertrag zu einem positiven Ende gekommen waren. Für eine positive Wendung in aktuellen Nöten der Welt lädt die RSK bis heute zum gemeinsamen Gebet; auch bei der „Glaubenskundgebung“, zu der die neue Vorsitzende Traudl Gallhofer in den Stephansdom einlädt, soll unter anderem für Frieden und Freiheit in der Welt und für das Gelingen der bevorstehenden Familiensynode gebetet werden.

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