09.09.2014, 10:46 Uhr

"Es ist der Beruf, der mich erfüllt"

(Foto: Beyer)

Leila Barth liebt ihren Beruf. Er macht sie zufrieden und fordert sie jeden Tag aufs Neue heraus.

SALZBURG (tizi). Die 53-jährige Leila Barth betreut als Pflegehelferin pro Tag rund sechs "Kunden", wie das Hilfswerk die Menschen nennt, die von ihnen betreut werden. Barth wechselt dabei nicht nur Verbände, hilft den Menschen bei der Körperpflege und misst Blutruck, sie steht den Menschen zur Seite, gibt Tipps und bringt Abwechslung in den oft tristen Alltag der Kunden. Barth betreut hauptsächlich Menschen über fünfzig, die auf Grund von Demenz oder einem Schlaganfall Hilfe benötigen. "Da kann man viel rausholen", bestätigt Barth. Sie hilft den Menschen "so, wie sie es brauchen". Wenn sie überfordert sind, gibt Barth ihnen die Ruhe, die sie benötigen.

Braucht Herausforderung
Die gebürtige Wienerin hat als junges Mädchen ihre Zeit schon gerne mit älteren Menschen verbracht. "Für mich waren die Geschichten interessant, die die Menschen zu erzählen hatten", berichtet Barth. Nach der Handelsschule zog sie nach Salzburg. Als ihre Kinder in die Schule kamen, entschloss sie sich für die Tageselternausbildung und hing später noch die Pflegeausbildung an.
Sie begann als Altenflegerin und kam über das Hilfswerk schließlich in die Hauskrankenpflege. "Dass passt total für mich", erzählt Barth. Es ist der Beruf, der sie erfüllt. "Ich gehe gerne in die Arbeit", sagt Barth. Besonders gefällt ihr, dass sie sehr selbstständig arbeiten kann. "Ich brauche die Herausforderung", ergänzt sie weiter. Manchmal muss sie auch krativ sein, denn bei den Menschen zuhause steht nicht immer alles zur Verfügung wie in einem Heim oder Krankenhaus.

Großes Vertrauen
Barth sieht sich jedoch immer als Besucherin und ist dankbar, dass die Menschen ihr das Vertrauen schenken und dass sie in deren Intimsphäre Einlass erhält, denn "das ist ein großer Vertrauensbeweis". Barth schätzt diese direkte Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Charaktere und Hintergründe. Leila Barth macht der Pflegeberuf zufrieden. "Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden", sagt sie.
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