06.10.2017, 17:48 Uhr

Exklusive Gelegenheit für den "allerletzten Jahrgang" des Militärrealgymnasiums an der Theresianischen Militärakademie in der Salzburger Werft des Red Bull Hangars-8!

Salzburg: red bull hangar 8 | Wie Eltern Schulexkursionen organisieren können, wurde in Salzburg bewiesen: Für den letzten Jahrgang des Militärrealgymnasiums wurde diesmal die etwas andere Werft, der Red Bull Hangar-8 mit den Flugzeugen der Flying Bulls und den berühmten Panoramafenstern geöffnet. Flugzeuge werden nicht nur ausgestellt und geflogen. Regelmäßige Wartung ist bei historischem Gerät von besonderer Bedeutung. Dies erfüllt der Hangar-8. Exklusiv für die Militärgymnasiasten aus Wiener Neustadt öffnete diese Edelschmiede ihre Tore.

Bereits am Donnerstag nachmittags begann die Reise mit einer komfortablen Übernachtung mit Frühstück in der Schwarzenberg-Kaserne beim Jägerbataillon 8. Im Osten des Salzburger Flughafengeländes sind zwei Hangars der Red Bull Gesellschaft errichtet worden. Um Punkt 9 Uhr am Freitag erwartete bereits Flying Bulls Helikopter Chef-Pilot Siegfried „Blacky“ Schwarz die Militärgymnasiasten für die Besichtigung und Führung.

Siegfried Schwarz ist einer der hochdekoriertesten Hubschrauber-Piloten Österreichs und sitzt schon seit dreißig Jahren am Steuerknüppel verschiedenster Helis. Er war der erste zivile Hubschrauberschüler in Österreich – zuvor konnte die Lizenz nur über das Bundesheer erworben werden. Schon bald startete Schwarz ehrgeizig seine Profikarriere als Helikopterpilot in der Luftbildfotografie. 1987 wurde er Pilot bei der Heli-Air in Tirol - Transport- und Rettungsflüge waren seine Hauptaufgaben In den 1990ern war er auch Ausbildungsleiter bei der Christophorus Flugrettung. Seit 2000 ist Schwarz Pilot bei den Flying Bulls, beginnend als Freelancer, mittlerweile ist er Chefpilot und Flugbetriebsleiter der Helikopter bei den Flying Bulls. Er ist der einzige Österreicher mit einer zivilen Helikopter Kunstflug Lizenz und einer von zwei Piloten mit einer US FAA Helicopter Aerobatic Lizenz! Highlights: 2x Goldmedaille mit der BO105 der Flying Bulls bei der Hubschrauber-Freestyle Weltmeisterschaft in Russland 2012 und Polen 2015.

Ursprünglich geplant, um die stetig wachsende Sammlung historischer Flugzeuge der Flying Bulls zu beherbergen, ist der Hangar-7 heute ein Synonym für avantgardistische Architektur, moderne Kunst und Spitzengastronomie. Die Frage „Wer sind die Flying Bulls?“ könnte man einfach beantworten: Eine Crew von Enthusiasten, deren Leidenschaft historischen Flugzeugen und Helikoptern gilt. Die „Fliegenden Bullen“ sind aber viel mehr: Sie verfügen über eine Flotte der schönsten Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte – und über einzigartiges Know-how in der Instandhaltung und Restaurierung der historischen Fluggeräte.

Zur einzigartigen Sammlung zählen Raritäten wie die Lockheed P-38 Lightning, eine North American B-25J Mitchell, eine Chance Vought F4U-4 „Corsair“ oder eine DC-6. Die Flotte der Helikopter ist nicht weniger beeindruckend: mit zwei Modellen der BO 105 stehen die weltweit einzigen zivilen, für Kunstflug zugelassenen Hubschrauber in den Reihen der Flying Bulls. Dazu Helikopter wie die Bell Cobra, die mit einer glamourösen Vergangenheit aufwarten kann.

Der Hangar-8 ist im Gegensatz zur Eventlocation Hangar-7 als reiner Wartungshangar für die Flugzeuge der Flying Bulls gedacht und als solcher auch nicht öffentlich zugänglich. Der Spatenstich für den Hangar-8 erfolgte im Frühjahr 2002 genau gegenüber dem Hangar-7, getrennt durch einen geräumigen Vorplatz, um Flugzeuge manövrieren oder auch parken zu können. Anfang 2004 übersiedelte der gesamte Wartungsbetrieb der Flying Bulls in den Hangar-8.

In Konstruktion und Bauweise ist der Wartungshangar mit dem Hangar-7 ident, die Stahlkonstruktion besteht ebenfalls aus einem gerichteten Dreiecks-Netztragewerk, das mit ungefähr 1650 Glasscheiben verkleidet ist. Die Ausmaße von 63 x 58 x 12,5 Metern bieten einen Bruttorauminhalt von 26.700 m³. Als Salzburger Architekt wurde das Atelier Volkmar Burgstaller beauftragt. Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der technischen Ausstattung übertrifft der Hangar-8 alle international gängigen Standards, was auch kein Wunder ist: Flugzeuge wie jene der Flying Bulls erfordern die intensivste Zuwendung auf höchstem professionellem Niveau. Der Hangar ist so ausgelegt, dass das größte Flugzeug der Flying-Bulls-Flotte, eine DC-6B, genug Platz findet.

Die Geschichte der Flying Bulls beginnt in den Achtzigerjahren. Sigi Angerer, ein Pilot der Tyrolean Airways, flog zu dieser Zeit beruflich zwar moderne Jets, seine Liebe aber gehörte historischen Flugzeugen. Auf der Suche nach einem erschwinglichen Warbird stieß er schließlich auf eine North American T-28B, die er nach Innsbruck bringen und dort restaurieren ließ.

Schnell folgte eine Grumman G44 Widgeon und schließlich die legendäre Chance Vought F4U-4 Corsair. Die Corsair brachte Angerer mit Dietrich Mateschitz zusammen, der in den außergewöhnlichen Flugzeugen einen idealen Markenbotschafter für den Red Bull Claim „Verleiht Flügel“ erkannte. Die Idee der Flying Bulls war geboren. Mit dem weltweiten Erfolg des Energiegetränks wuchs auch die Flotte. Da der Platz am Heimatflughafen Innsbruck bald nicht mehr ausreichte, reifte Ende der Neunzigerjahre das Konzept zur Errichtung eines Hangars am Salzburg Airport.

Nun war auch der Zeitpunkt gekommen, die bislang lose Gemeinschaft von Piloten und Technikern unter ein gemeinsames Dach zu bringen, was 1999 zur Gründung der Firma „The Flying Bulls“ führte. Die technisch und optisch perfekten Flugzeuge der Flying Bulls sind seitdem gern gesehene Airshow-Teilnehmer und eine Attraktion bei jeder Art von Luftfahrtveranstaltung.

Um die Exkursion festlich abzurunden, lud der Elternverein ins Gasthaus Kuglhof gleich neben dem Flughafen zu einem ausgezeichneten Mittagessen ein.

Bild(er): © MilRG
Hptm Prof. Mag. Serge CLAUS
Pressereferent MilRG/TherMilAk
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