12.01.2018, 02:00 Uhr

Frösche retten per Hand

Rund 30.000 Amphibien und Reptilien wurden im Jahr 2017 sicher über Salzburgs Straßen gebracht Grasfrosch (Foto: Kyek Martin)
SALZBURG (lin). 30.000 Frösche verdanken ihr Leben dem Einatz von rund 200 ehrenamtliche Froschklaubern. Im Jahr 2017 wurden 30 Amphibienwanderstrecken im ganzen Land mit einer Gesamtlänge von zwölf Kilometern von diesen ehrenamtlichen Amphibienfreunden sowie Mitarbeitern der Straßenmeistereien, der Gemeinden sowie der Berg- und Naturwacht betreut. Die Tiere wurden händisch und oft einzeln über die Straßen getragen. Das meldet die Naturschutzabteilung des Landes Salzburg.

Dank an alle

Zwölf Amphibien- und Reptilienarten wurden im Vorjahr an den Wanderstrecken registriert: Erdkröte, Gras-, Spring-, Laub- und Wasserfrosch, Berg-, Kamm- und Teichmolch, Feuersalamander, Blindschleiche, Zauneidechse und Ringelnatter. "Bei Regen, Wind und Wetter wurden die Tiere eingesammelt und sicher über die Straßen gebracht. Für dieses Engagement möchte ich mich ganz herzlich bedanken, sagte Naturschutzreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler. "Alle Beteiligten haben damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Land Salzburg geleistet",  heute.

Salzburg ist Vorreiter beim Amphibienschutz

Seit 2001 wird die Betreuung der Amphibienwanderstrecken in Salzburg von Landesstraßenverwaltung und Naturschutz gemeinsam mit dem Haus der Natur zentral koordiniert. 2017 wurden 19 Wanderstrecken mit Zäunen im Flachgau, drei im Tennengau, zwei im Lungau, eine im Pongau sowie fünf im Pinzgau betreut. Es gibt aber auch Strecken ohne Zäune, wie etwa an der Sinnhubstraße und der Kreuzbergpromenade in der Stadt Salzburg, wo die Tiere "per Hand" gerettet werden.

Neben den 30 betreuten Amphibienstrecken gibt es in Salzburg an 14 Wanderstrecken auch fixe Leit- und Tunnelsysteme unter der Straße, sodass die Tiere die Fahrbahn gefahrlos unterqueren können. Diese haben den Vorteil, dass sie alle über das Jahr wandernden Amphibien und andere bodenbewohnende Kleintiere vor dem Verkehr schützen und damit noch nachhaltiger wirken als die Zaun-Kübel-Methode.

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