14.12.2017, 10:48 Uhr

Großes Ehrenzeichen des Landes für Martin Matthias Kaindl

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (re.) hat Martin Matthias Kaindl das Großen Ehrenzeichen des Landes verliehen. (Foto: Land Salzburg/Sabine Bauer)

Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat den Unternehmer für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

WALS-SIEZENHEIM (buk). Mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Salzburg ist nun Martin Matthias Kaindl von Landeshauptmann Wilfried Haslauer ausgezeichnet worden. "Sie haben sich stets zum Wirtschaftsstandort Salzburg bekannt und sich auch in Zeiten, in denen Ihr Unternehmen teils heftiger und auch unfairer Kritik ausgesetzt war, immer zu Salzburg bekannt", lobt Haslauer den Unternehmer. "Ich darf Ihnen das hoch anrechnen und herzlichen Dank dafür sagen." Bereits 1995 hat Kaindl das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und den Umweltpreis des Landes Salzburg erhalten. 2004 ist die englische Auszeichnung "Order of the British Empire" hinzu gekommen.

Lebenswerk bleibt in der Familie

Kaindl gilt als eine der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten Salzburgs. Er bestimmt die Geschicke des heimischen und angstammten Familienunternehmens seit mehr als 70 Jahren maßgeblich mit. Dabei wurde Kaindl 1927 in Hüttau quasi in den elterlichen Betrieb hineingeboren. Direkt nach seiner Reifeprüfung hat er in jungen Jahren schon verantwortungsvolle Aufgaben übernommen. Sein Lebenswerk haben mittlerweile Sohn Peter Kaindl und die drei Enkelkinder Matthias, Tina und Peter übernommen.

467 Millionen Euro Umsatz

Ursprünlich gegründet wurde das Unternehmen 1897 als Sägewerk und Holzfachbetrieb in Lungötz. Bis heute hat sich die Kronospan-Unternehmensgruppe Kaindl zu einem der weltweit größten Produzenten von Spanplatten und Fußböden entwickelt. Dabei wird ausschließlich Holz aus der Region verarbeitet. Alleine in den Stammwerken Lungötz und Wals-Siezenheim erwirtschaftet Kaindl 467 Millionen Euro Umsatz mit 800 Mitarbeitern.

Schiene ersetzt Lkw

"Neben imponierenden Wirtschaftsdaten der Gruppe sind unter anderem auch die Umweltschutzinitiativen des Unternehmens von großer Bedeutung und Beispielgebend", ist Haslauer überzeugt. So wurde etwa im Jahr 2003 der Cargo-Shuttle-Service in Betrieb genommen. Dieser verlagert einen Großteil des Werkverkehrs auf die Schiene und verbindet das Werk in Wals-Siezenheim mit jenem in Lungötz.

Diplomatische Beziehungen zu Großbritannien

Darüber hinaus hatte Martin Matthias Kaindl von 1983 bis 2016 die Funktion des Honorarkonsuls des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland in Salzburg über. Durch die diplomatischen Beziehungen wurden die wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte weiter gefördert und vertieft. Auch zahlreiche informelle Besucher der britischen Premierministerin Margaret Thatcher standen dabei auf dem Programm.
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