17.10.2017, 09:30 Uhr

In diesem Iglu herrscht keine Kälte

Manuela Wolf und Bastian Six von Streusalz feiern 40 Jahre Jugendzentrum Iglu
SALZBURG (lg). 40 Jahre, aber noch kein bisschen leise – so lässt sich das "Jugendzentrum Iglu", das am Wochenende ein buntes Geburtstagsfest feierte, beschreiben. Iglu, das steht in diesem Fall keineswegs für Kälte, sondern für Integration, Glaubensorientierung, Lebenshilfe und Unterhaltung.

Lebendige Integration

"Wir wollen Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geben und sie unterstützen. Vor allem aber sollen sie auch lernen, kulturelle und soziale Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und dies als Chance sehen. Das verstehen wir als lebendige Integration", erklärt die Leiterin Manuela Wolf die Philosophie des Hauses. Die 32-Jährige arbeitet seit acht Jahren im Iglu, die Leitung hat sie im März dieses Jahres übernommen. Zehn bis 15 verschiedene Nationalitäten tummeln sich im Iglu, das eine Einrichtung der Katholischen Aktion ist.

Selbst den Kochlöffel schwingen

"Bei uns werden alle Hauptfeste der jeweiligen Kulturen gefeiert, das Ende des Ramadan genauso wie das Osterfest. Unsere Jugendlichen sollen sich hier aktiv einbringen, erklären, was genau bei diesen Festen gefeiert wird oder ein Rezept für ein typisches Essen mitbringen. Das wird dann hier gemeinsam nachgekocht", führt Wolf aus. Essen spielt generell eine große Rolle im Iglu. Und weil das so ist, können die jungen Menschen unter dem Motto "Iglu Kitchen – selbst ist der Koch" in der Mittagspause selbst den Kochlöffel schwingen. "Den Speiseplan bestimmen die Jugendlichen selbst, die Kräuter kommen teils aus dem eigenen Kräuterbeet im Innenhof. Für alle Helfer ist die Mahlzeit kostenlos, von den anderen wird ein Unkostenbeitrag von 50 Cent einbezogen. Das dient vor allem der Wertschätzung des Essens", so Wolf. Zentral ist auch das Thema Bildung. "Es findet jeden Mittwoch ein Bewerbungstraining statt, wir bieten Unterstützung beim Lernen und achten darauf, dass unsere Jugendlichen eine Ausbildung abschließen. Da geht es um Perspektiven", so Wolf klar.

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