20.06.2017, 12:57 Uhr

Kunst, direkt zum Mitnehmen

Sabrina Hassler zeigt die Werke im Kunstsupermarkt

Originale Kunstwerke zu günstigen Preisen – mit dieser Idee zieht der Kunstsupermarkt die Besucher an.

SALZBURG (lg). Unter dem Motto "Kunst für alle erschwinglich zu machen" hat der Kunstsupermarkt derzeit auch in der Mozartstadt seine Zelte aufgeschlagen. Auf rund 500 Quadratmetern, aufgeteilt auf zwei Etagen, finden sich 4.000 Werke, deren Spektrum von Zeichnungen über Aquarelle, Acryl- und Ölbilder bis hin zu Kleinskulpturen reicht. Der Großteil der Arbeiten kostet zwischen 59 und 330 Euro. Trotz der niedrigen Preise werden ausschließlich Originalwerke angeboten. In Wien sei der Kunstsupermarkt bereits seit elf Jahren etabliert, erzählt der Initiator Peter Doujak. "Ich habe das Konzept damals in Deutschland gesehen und war sofort beeindruckt. Der Gedanke, die Kunst niederschwellig zu präsentieren, hat mich fasziniert. In der Gesellschaft gibt es ein großes Bedürfnis nach Kunst. Aber immer noch haben viele Menschen keinen Zugang dazu. Zu uns können Leute kommen, die noch nie in einer Galerie waren", erzählt Doujak, der zunächst durchaus auch auf Widerstand gestoßen ist.

Bilder direkt zum Mitnehmen

"Das Wort ‚Kunstsupermarkt’ hat bei einigen Künstlern und Galeristen für Vorbehalte gesorgt, sie hatten Angst, dass ihre Bilder dadurch inflationär wirken könnten oder die Qualität darunter leidet. Ich habe dann vor elf Jahren junge Künstler angesprochen, ihre Werke für den Kunstsupermarkt zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist es so, dass wir 100 Bewerbungen von Künstlern haben", schildert Doujak die Erfolgsgeschichte.
Um in der großen Auswahl den Überblick zu bewahren, hat jeder Künstler eine eigene Box. "Aus dieser können die Besucher die Bilder direkt auswählen oder auch von der Wand nehmen und mit nach Hause tragen. Wer sich sein Bild rahmen lassen möchte, kann sich an die Mitarbeiter im Kunstsupermarkt wenden", so der Organisator.
Warum es sich bei dem Kunstsupermarkt nur um eine temporäre Einrichtung handelt? "Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist der Eventcharakter sehr gefragt und zum anderen sind die Mieten in den Einkaufsstraßen in Salzburg und Wien sehr teuer, das kann nicht dauerhaft mit dem Verkauf von Kunst finanziert werden", betont Doujak, der aber bereits verspricht: "Wir werden auch im nächsten Jahr in Salzburg einen Kunstsupermarkt veranstalten."
Der Kunstsupermarkt ist noch bis 26. August am Universitätsplatz 9 zu finden.

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