06.10.2014, 11:16 Uhr

Neues Mozart-Autograph in Salzburg präsentiert

Mozarts Handschrift in Salzburg: Bálasz Mikusi (rechts) brachte das neu entdeckte Teil-Autograph aus Ungarn zum internationalen Mozart-Kongress nach Salzburg mit. Im Bild mit Ulrich Leisinger, wissenschaftlicher Leiter der Akademie für Mozart-Forschung.
Erstmals außerhalb von Ungarn wurde das neuentdeckte Mozart-Autograph mit einem Fragment der Sonate in A-Dur, KV 331, beim internationalen Mozart-Kongress in Salzburg der breiten Öffentlichkeit gezeigt. Bislang waren davon nur das letzte Blatt mit den Schlusstakten des berühmten „Rondo alla turca“ in Mozarts Handschrift bekannt. „So ein Ereignis kommt etwa alle 20 bis 30 Jahre vor“, erzählt der wissenschaftliche Leiter der Akademie für Mozart-Forschung, Ulrich Leisinger, über die seltene Entdeckung.

In die Hände gefallen ist das Schriftstück dem ungarischen Musikwissenschaftler Bálazs Mikusi bei Katalogisierungsarbeiten in der Budapester Nationalbibliothek. „Mikusi hat bei seiner Arbeit Mozarts Handschrift erkannt. Auch das Papier ist exakt das gleiche, das auch bei den restlichen bekannten Teilen des ,Rondo alla turca’ verwendet wurde“, sagt Leisinger. Aktuell seien nun mehr als die Hälfte des Originalwerks verfügbar. Auch wenn die Vermutungen über das Stück sehr knapp an der Realität liegen, müssen sich professionelle Musiker nun wohl etwas umstellen, um künftig das Original wiedergeben zu können. „Es ist toll, dass auch nach 150 Jahren intensiver Mozart-Forschung Neues entdeckt wird“, freut sich Leisinger.
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