17.11.2016, 10:06 Uhr

Neues Photovoltaik-Pachtmodell für öffentliche Gebäude

Salzburg AG, SALK, Land Salzburg, 20161116, (c) v.l.n.r. Josef Schwaiger (Landesrat), Paul Sungler (Geschäftsführer SALK), Christian Stöckl (Landeshauptmann-Stv.), Horst Ebner (Vorstand Salzburg AG), Christoph Riezinger (SALK), Leonhard Schitter (Vorstandssprecher Salzburg AG) (Foto: wildbild)

Die Salzburg AG hat ein Modell entwickelt, bei dem Gemeinden oder andere Gebäudebesitzer eine Photovoltaik-Anlage für 20 Jahre pachten können und einen garantierten Energieertrag erhalten.Besonders auf bestehenden Bauwerken ist das Potenzial für Photovoltaik in Salzburg sehr groß.

Alleine auf den gut geeigneten Dachflächen im Bundesland könnten insgesamt 22 Millionen Quadratmeter Photovoltaik-Anlagen montiert und so rund drei Millionen Megawattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht in etwa 80 Prozent des Endenergieverbrauchs bei Strom. Die Förderung setzt sich zusammen aus einem Sockelbetrag von 5.000 Euro und einem Zuschuss von 20 Prozent der Netto-Investitionskosten.

Wie Gemeinden zu einer Photovoltaik-Anlage kommen

Interessierte Gemeinden können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/660 660 ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren, bei dem die Daten und Fakten des Gebäudes erhoben werden. Auf Basis dieser Angaben wird die optimale Anlagengröße für den jeweiligen Standort und den individuellen Bedarf an der Photovoltaik-Anlage festgelegt. Nach Ausarbeitung des Konzepts durch die Salzburg AG wird dieses dem Auftraggeber zur Genehmigung vorgelegt. Die Pachtkosten des Photovoltaik-Pachtmodells für öffentliche Gebäude und Gemeinden betragen 104 Euro jährlich pro kWpeak über eine Dauer von zwanzig Jahren. Die Mindestgröße der Anlage beträgt 25 kWpeak. Diese können auf mehrere Standorte zu mindestens zehn kWpeak aufgeteilt werden. Dabei wird ein möglichst hoher Eigenstromverbrauch angestrebt.

Landeskliniken machen es vor

Kürzlich hat die Salzburg AG drei weitere Photovoltaik-Anlagen auf Dächern der Salzburger Landeskliniken errichtet. Auf dem Dach des Hauses A (Chirurgie West) des Landeskrankenhauses Salzburg wird eine bestehende Anlage um eine Modulfläche von 60 Quadratmetern erweitert. Dadurch werden zusätzlich rund 10.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr produziert. Eine weitere Anlage wird in der Landesklinik St. Veit im Pongau errichtet, wo rund 32.000 Kilowattstunden Strom zum Eigenverbrauch erzeugt werden können. Eine dritte zusätzliche Photovoltaik-Anlage wird Mitte 2018 in der Landesklinik Tamsweg errichtet. Diese bislang größte Anlage der SALK mit einer Leistung von 44 kWpeak kann jährlich etwa 50.000 Kilowattstunden Eigenstrom erzeugen. Mit der seit 2013 bereits bestehenden Photovoltaik-Anlage ergibt sich damit eine Gesamtersparnis von rund 122.200 Kilowattstunden pro Jahr, welche die Salzburger Landeskliniken nicht vom Netz beziehen, sondern so den Strom dort verbrauchen, wo er produziert wird.
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