05.10.2014, 09:40 Uhr

Plötzlich Brezelverkäufer

Neulich ist mir etwas Komisches passiert! Ich war gerade mit der Verkäuferin des Brezelstandes auf dem Kapitelplatz ins Gepräch vertieft, als plötzlich eine Stadtführerin mit ein paar Touristen auftauchte und sie sogleich vor dem Verkaufsstand versammelte. Dann griff sie eine lange Kuchenzange und winkte mich zu sich. Ich sollte doch mal damit eine Brezel herausgreifen und in die Höhe halten.

Da ich einer Frau schlecht etwas abschlagen kann, war ich auch gleich zur Stelle, fischte eine Brezel aus dem Korb und hielt sie in die Höhe. Dann fing die Dame an zu erklären, wie man eine Laugenbrezel macht und wie man mit ihr umgehen sollte. Eine Brezel sei ein Zeichen der Freundschaft, erfuhr ich beiläufig. Wenn man sie mit jemandem teilen möchte, sollten beide die Brezel anfassen und in 2 Stücke reißen. Wer das größere Stück erwische, sei der Gewinner!

Ich schien meine Assistentenrolle gut zu spielen, weil die Stadtführerin nichts an mir auszusetzen hatte. Während sie weiter redete, hielt ich die Brezel hoch und zeigte sie mal hierhin und mal dahin. Ich erlaubt mir sogar ein kleines Extra und wählte eine andere Brezel aus als Vorzeigestück. Doch ich passte dabei auf, dass ich den Vortrag der Stadführerin nicht zu sehr störte.

Meine spontane Hilfsbereitschaft muss auch auf die Brezelverkäuferin Eindruck gemacht haben, denn Sie schenkte mir die "Vorzeigebrezel" zum Abschied. Ich nahm das Angebot gerne an, weil ich damit meine Gattin überraschen konnte ...

(Fotos: Erika Reiter vom 1. Originalen Salzburger Brez'lstand)
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Judika-Andromeda Zeiger aus Salzburg Stadt | 06.10.2014 | 13:39   Melden
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Axel Haack aus Salzburg Stadt | 06.10.2014 | 20:11   Melden
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