06.12.2017, 11:09 Uhr

Schüler simulieren die Politik

Verhandeln und Lösungen finden – so die Aufgabe. (Foto: Simon Haigermoser)

Jugendliche als Akteure beim Gipfeltreffen zum Ukraine-Konflikt am Institut für Politikwissenschaft

SALZBURG (lg). Wenn Schüler in die Rolle von Akteuren aus der nationalen oder internationalen Politik schlüpfen, dann wohnt man gerade der Schüler-Uni bei. So geschehen im November, als Jugendliche aus Salzburger Schulen einen Ukraine-Verhandlungsgipfel simulierten.

Strategisch verhandeln

Warum ist es so schwierig, nachhaltige Lösungen für aktuelle Konflikte zu finden? Wie werden internationale Krisenverhandlungen gestaltet? Welche Verhandlungsstrategien führen zum Erfolg? Fragen wie diese wurden dabei am Institut für Politikwissenschaft erörtert. Als Repräsentanten der Konfliktparteien und Verhandlungsmächte, als Medienvertreter oder Lobbyisten erlebten die Schüler Politik hautnah. Ihre Aufgabe war es, Lösungen für einen Waffenstillstand zu finden und Stabilisierungsmaßnahmen auszuhandeln, die den Konflikt langfristig beseitigen sollten. „Bei all den verschiedenen Interessen ist sehr schwierig, einen Kompromiss zu finden, der für alle passt“, so Erich Angelov. Ähnlich auch sein Schülerkollege Jakob Fuchs. "Ich habe heute so viel mehr verstanden als sonst. Wenn man aktiv daran beteiligt ist, dann erkennt man die Zusammenhänge ganz anders“, betonte Jakob Fuchs. „Trotz aller Komplexität gelang es den Teilnehmenden, sich schnell in das Thema einzuarbeiten und Verhandlungen zu führen. Viele Strategien kamen der Realität sehr nahe“, so das Resümee von Corinna Kröber, Universitätsassistentin der Vergleichenden Politikwissenschaft.
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