01.12.2016, 14:18 Uhr

Weihnachtsshoppen im Ausland kann teuer werden

Den Lieben zu Hause etwas schenken was man hierzulande nicht kaufen kann, dass wäre das ideale Geschenk, nur kann dies für den Käufer in manchen Fällen ziemlich teuer werden. "Denn wer sich vorher nicht mit den Zollbestimmungen vertraut macht, muss bei der Heimreise ordentlich nachzahlen, wenn er die Freigrenzen nicht kennt", so der ÖAMTC.

Auf der sicheren Seite ist man beim Einkauf in einem EU-Land. So kann zum Beispiel eine 600 Euro teure Handtasche aus Paris ohne Probleme als Geschenk für die Freundin zollfrei nach Österreich eingeführt werden. Wer die gleiche Tasche hingegen in New York kauft, muss am Heimatflughafen in Österreich nachzahlen.

Freimengen zusammenlegen ist nicht möglich

Die Zollfreigrenze liegt bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern über den Luftweg bei 430 Euro. Überschreitet der Wert der Geschenke diesen Betrag, müssen sie verzollt werden. Das bedeutet, dass man am Flughafen durch den 'roten Ausgang' muss. Wer die Grenze hingegen auf dem Landweg oder per Schiff passiert, muss mit einem Freibetrag von 300 Euro auskommen, wenn er nicht nachzahlen will. Vorsicht: Kinder bis zum 15. Lebensjahr haben eine Freigrenze von 150 Euro, unabhängig, ob sie auf dem Land- oder dem Luftweg reisen.

Wie hoch der Zoll letztlich ist, richtet sich nach dem Warenwert. Bei einem Wert, der über der Freigrenze, jedoch unter 700 Euro liegt, wird in Österreich meist mit einem Pauschalsatz von 2,5 Prozent verzollt. Bei Waren ab 700 Euro fällt eine höhere Nachzahlung an, die von der Warengruppe abhängt.

Belege aufbewahren, damit erst gar kein Verdacht aufkommt

Reisende sollten nach Möglichkeit immer alle Kaufbelege aufbewahren. Wer beispielsweise neuwertige Produkte bereits auf die Reise mitnimmt, kann den Verdacht, diese im Ausland gekauft zu haben, mit mitgebrachten Kopien der Kaufbelege entkräften.

Informationen zu den Zollbestimmungen im Ausland unter www.oeamtc.at/laenderinfo zu finden.
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