28.09.2016, 13:43 Uhr

Wenn die Erdäpfel Schule machen

Lea Purkarthofer, Isabell Großpointner und Sarah Leitinger (Klessheim)

Die Landwirtschaftsschulen luden zu den Aktionstagen "Bodenschatz Erdapfel" ins Salzburg Museum.

SALZBURG (lg). Erdäpfel - der Schatz aus dem Boden: unter diesem Motto beschäftigten sich die Landwirtschaftsschulen Klessheim und Tamsweg im Rahmen der Landesausstellung 2016 mit dem Thema "Bodenschatz Erdapfel" und luden zu Aktionstagen ins Salzburg Museum. "Der Erdapfel hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich, während immer wiederkehrender Getreide-Missernten rettete der Erdapfel viele Menschen vor dem Hungertod. Es war uns wichtig, dass wir diesen Schatz aus dem Boden und dessen vielseitige Verwendung sowohl unseren Schülern als auch den Besuchern der Aktionstage näherbringen", erklärt Christa Stockhammer von der Landwirtschaftlichen Schule Klessheim, die das Projekt initiiert hat.

Lungauer Eachtling

Die Vielseitigkeit der Erdäpfel wurde im Innenhof des Salzburg Museums aufgezeigt: auf Infotafeln erfuhr man Wissenswertes über den Erdapfelanbau einst und jetzt, die gesundheitlichen Aspekte und wie man die Erdäpfel als Naturheilmittel einsetzen kann. Schüler aus Tamsweg brachten verschiedene Sorten der "Lungauer Eachtling" mit, die in Holzkisten aufgestapelt waren. "Wir waren selbst erstaunt, in wie vielen Produkten die Erdäpfel drinnenstecken und wie viele Kochrezepte man auch damit zubereiten kann", erzählen die Klessheim-Schüler Lea Purkarthofer und Isabell Großpointner. Gemeinsam haben die Schüler der Landwirtschaftlichen Schulen auch ein eigenes Rezeptbuch rund um die Erdäpfel herausgebracht.

Kochbuch mit Erdäpfeln

"Dazu hat jeder von uns ein Rezept mitgebracht, das haben wir dann alles gesammelt und in dem Buch vereint. Das soll dann Lust aufs Nachkochen machen", so die Schülerinnen Julia Linder und Verena Leitinger, die gemeinsam mit ihren Klassenkameraden Schmankerl zum Verkosten dabei hatten, darunter Zwetschkenknödel aus Erdäpfelteig, Erdäpfelchips und einen Erdäpfelkäse in blau und gelb. "Immerhin sollen alle Sinne angesprochen werden, da bietet es sich an, vor Ort die Besucher miteinzubeziehen und ihnen Kostproben zu reichen", fügt Elisabeth Eibl, Lehrerin in Klessheim, hinzu.

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KOMMENTAR: Geringgeschätzter Bodenschatz
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