05.01.2018, 12:20 Uhr

Wie ein roter Faden aus Plastik

Julia Schwarzbach bei der Arbeit auf der Bühne (Foto: Szene Salzburg)

Julia Schwarzbach ist eine der Top-Tänzerinnen beim internationalen Festival "performing neu europe".

SALZBURG (lin). Julia Schwazbach stammt aus dem bayerischen Ort Hinterholz aber sie lebt und arbeitet seit 20 Jahren in der Stadt. Als freie Tänzerin und Choreografin. Ihr Hauptinteresse gilt der Performance: In dieser modernen Art der körperbetonten Bühnenkunst hat die 37-jährige Wahlsalzburgerin eine Menge internationaler Erfahrung.
Ihre Choreografien waren auf vielen Bühnen, darunter im Barbican-Centre London, im Radialsystem von Sasha Waltz in Berlin oder beim Impuls-Tanzfestival in Wien zu sehen.

Die Fantasie schafft Bilder

Die neueste Arbeit von Julia Schwarzbach, die sie zusammen mit DJ-Performer Nic Lloyd aus London kreiert hat, heißt "with us", auf deutsch "mit uns". Darin geht es um Plastik: "Dieses Material ist faszinierend, weil es jede Form annehmen kann. Es ist immer und überall und zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Welt. Mein Plastik-Teil auf der Bühne ist manchmal Skulptur, Mantel, Kreatur, Bettler, Rochen, Geisha oder genau das, was sich der fantasievolle Betrachter vorstellt. Mir geht es um Dinge, die mit uns sind, oder auch nicht, die langsam verblassen, verschwinden und dann doch wieder auftauchen."


"Überlebensnotwendig"

Die Uraufführung von "with us" ist am 17. Jänner in der ARGEkultur und zwar beim internationalen Festival "performing new europe". Hinter dieser Szene-Veranstaltung steht das von der EU geförderte Künstlernetzwerk "apap". Heuer werden von 15. bis 20. Jänner neun Produktionen aus fünf Ländern gezeigt. „Ein Festival wie dieses ist die Grundlage, die Hauptschlagader des künstlerischen Lebens in dieser Stadt. Ohne die Proberäume, Auftrittesmöglichkeiten, Finanzen, Werbung und Vernetzungen derartiger Institutionen könnten Künstler wie ich ihren Beruf an den Nagel hängen", sagt  Julia Schwarzbach und nennt ihr persönliches Festival-Highlight. "Ich freue mich ganz besonders auf Ivana Müllers 'Conversations out of place'. Die Arbeiten dieser kroatischen Chroreografin haben mich immer berührt."
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