03.11.2016, 12:17 Uhr

Wohnungsbrände haben zur Weihnachtszeit Hochsaison

In der Weihnachtszeit haben Wohnungsbrände Hochsaison, rund 500 ereignen sich jährlich. Im ersten Halbjahr starben bereits 20 Menschen bei einem Brand im privaten Bereich.

Einen dramatischen Anstieg an Brandtoten gab es in diesem Jahr im Jänner 2016. Mehr als 10 Personen starben alleine in diesem einen Monat an den Folgen eines Brandes. Nicht richtig gewartete, unbeaufsichtigte oder defekte technische Geräte und offenes Licht und Feuer gelten als Brandauslöser Nummer Eins. Vor allem im Dezember und Jänner gibt es deutlich mehr Brände durch offenes Licht und Feuer als in den übrigen Monaten des Jahres.

Brandgefahr von der Bevölkerung unterschätzt

Gerade einmal 39 Prozent der befragten Haushalte sind mit Rauchwarnmeldern gesichert. Nur rund 14 Prozent stufen Elektrogeräte als eine mögliche Gefahrenquelle für Brände ein. Bei der Notrufnummer der Feuerwehr sind rund 25 Prozent der befragten Personen nicht sattelfest. Immerhin 83 Prozent geben an, einen Feuerlöscher im Wohngebäude oder in der Garage zu besitzen.

Hier einige Fakten:
- Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brände im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung können gefährlich werden.
- Der menschliche Geruchssinn funktioniert im Schlaf nicht. Dadurch wird der Brandgeruch im Schlaf nicht wahrgenommen. Bei einem Brand bilden sich darüber hinaus geruchlose Gase, die unbemerkt im Schlaf inhaliert werden. Wenige Atemzüge davon sind bereits tödlich!
- Eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach wenigen Minuten tödlich sein. Rechtzeitig durch einen Rauchwarnmelder gewarnt zu sein ist daher besonders wichtig.
- Vorhänge, Teppiche, Möbel oder Kleidung sind brennbar. 100g brennender Schaumstoff kann ausreichen, um lebensbedrohliches Rauchgas zu produ- zieren.
- Ein Rauchwarnmelder kostet nicht mehr als ein paar Euro. Geprüfte Feuerlöscher sind schon ab 20 Euro erhältlich. Die Überprüfungskosten liegen üblicherweise unter 10 Euro.
- Rauchwarnmelder funktionieren foto-optisch. Zigarettenrauch und brennende Kerzen lösen bei üblichem Gebrauch keinen Alarm aus. Sobald genügend Rauchpartikel in das Innere des Melders geraten, wird ein Signalton ausgelöst. Mit rund 85 Dezibel ist er laut genug, um jeden Schlafenden zu wecken und vor der drohenden Gefahr zu warnen.
- Einen Feuerlöscher zu bedienen ist ganz einfach. Wegen ihrer universellen Einsetzbarkeit für alle im Haushalt relevanten Brandklassen (A, B, C) sind Pulverlöscher am einfachsten zu handhaben und erzielen auch bei Anwendung durch Ungeübte ausgezeichne- te Löschwirkungen. Das Löschpulver ist für den Menschen unbedenklich. Die richtige Handhabung ist auf jedem Feuerlöscher beschrieben und sollte dennoch, bevor es zu einem Notfall kommt, durchgelesen werden. Praktische Löschübungen schaffen Sicherheit im Umgang.
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