23.10.2017, 15:59 Uhr

Wohnungspreise? "Ich weiß wie schwierig es sein kann"

Wohnbau-Manager und Politiker: Christian Struber kennt sich aus beim Wohnen.
SALZBURG (lin). Christian Struber ist - zusammen mit Roland Wernik - Chef der Salzburg Wohnbau. Diese gemeinnützuige Wohnbaugesellschaft betreibt unzählige Wohnbauprojekte von Krimml über die Stadt Salzburg bis nach Oberndorf. Struber selbst ist aber nicht nur Wohnbau-Manager, sondern auch Politiker. Er war ÖVP-Landesprateisekretär, Bürgermeister von St. Kolomann und Bezirksparteiobmann im Tennengau.

"Herr Struber, ist es nicht gerade die 'Eigentumspartei' ÖVP die es schwer macht, lerrestehende Wohnungen für den Markt zu mobilisieren?

Struber: Das ist eine falsche Sicht der Dinge. Ich bin dagegen, die Eigentümer mit Druck zum Vermieten zu bewegen. Das ist der falsche Weg. Manche Menschen vermieten ja bewusst nicht, weil sie eine Wohnunmg für ihre Familie zur Vergügung haben wollen. Da würde ein einfacheres Mietrecht helfen, das das Vermieten dermöglicht, auch wenn das Objekt bald selbst gebraucht wird.

Wie ist den Ihr Konzept für leistbares Wohnen?

Da gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Ich kann zum Beispiel nur dann in Bauland umwidmen, wenn garantiert ist, dass der Baulandpreis in einem bestimmten Rahmen bleibt. Das geht über Baulandsicherungsmodelle, die man sich halt trauen muss. Nachverdichtungen müssten erleichert werden, und dann müssen wir aufhöreen, den Wohnbau mit Vorschriften zu überschütten. Das verteuert viele Wohnungen empfindlch.

Ist es realistisch, dass die Wohnungspreise in Salzburg spürbar sinken?

Das wird sehr schwierig. Stadt und Land Salzburg sind eben sehr gefragte Regionen. Dort, wo viele Leute wohnen wollen, sind die Prerise eben hoch. Wenn es gelingt, die Steigerung der Preise einzudämmen, ist das schon ein Riesen-Erfolg.

Herr Struber, wie wohnen denn Sie persönlich?

Ich habe Glück. Ich wohne seit meiner Geburt in meinem Elternhaus in St. Kolomann. Aber ich bin mir darüber bewusst, dass es schwierig ist, wenn man für das Wohnen den halben Monatslohn braucht. Dabei dard man aber fairerweise aber nicht vergessen, dass wir in den 70er-Jahren pro Person 23 Quadratmeter Wohnfläche hatten, heute sind es 46, also doppelt so viel. Auch das ist ein wichtiger Grund, warum Wohnen so teuer geworden ist.

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