30.10.2017, 14:00 Uhr

Aus für "Elterntaxis" vor den Volksschulen

Damit der Schulweg sicherer wird, soll der Zubringerverkehr von Kindern in den elterlichen Autos eingeschränkt werden. (Foto: Stadt Salzburg/Killer)

Um Gefahrenstellen vor Schulen zu entschärfen, setzt die Stadt auf Scherengitter und "Kiss and Go"-Zonen.

SALZBURG (lg). Die appellierenden Worte waren zu wenig, jetzt setzt die Stadtpolitik konkrete Maßnahmen, damit die Eltern ihre Kinder nicht mehr mit dem Auto direkt vor die Volksschulen bringen. Fahrverbote, Sperrflächen, Begegnungszonen, aber auch Sperrgitter sind angedacht, um die Gefahrenstellen vor den Schulen zu entschärfen.

Lokalaugenschein vor Volksschulen

Die Stadtpolitik hat in den vergangenen drei Wochen an sechs Volksschulstandorten einen Lokalaugenschein durchgeführt. "Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Kinder zu Fuß zur Schule kommen. Sie werden aber durch rund zwanzig Prozent unbelehrbare Eltern gefährdet, die ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule, teilweise sogar bis zur Türe bringen“, betont Vizebgm. Anja Hagenauer (SPÖ), und Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) ergänzt: „Da es im direkten Schulumfeld oft an ausreichend Platz zum Wenden und Halten für Autos mangelt, kommt es deshalb immer wieder zu brenzligen Situationen."

Verbote und Polizeikontrolle

Um das Gefahrenpotenzial zu reduzieren, sollen nun Schulwarte mit Scherengittern und Verbotsschildern jeweils eine halbe Stunde vor Schulbeginn den Autoverkehr abhalten. Zusätzlich sollen Polizeikontrollen Eltern stärker davon abhalten, ihre Sprösslinge direkt vor der Schule aussteigen zu lassen. Ebenso angedacht ist der Ausbau sogenannter "Kiss and Go"-Zonen, also gekennzeichnete Haltebereiche zum Aus- und Einsteigen in der Nähe von Schulen.
Zusätzlich wird den Schulen empfohlen, ihre Schulwegpläne zu aktualisieren und mittels bewusstseinsbildender Aktionen Kinder und Eltern zu sensibilisieren. "Mit den Maßnahmen erhoffen wir uns eine nachhaltige Wirkung für das gesamte Schuljahr sowie eine rasche Entschärfung der Hotspots“, sind sich Hagenauer und Padutsch einig.

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