01.11.2016, 15:00 Uhr

"Brauchen Jugendzentrum in Salzburgs Süden"

Durch die rege Bautätigkeit an der Alpenstraße und in Aigen wohnen viele junge Menschen in Salzburgs Süden. (Foto: Verein Spektrum)

Die Salzburger Neos fordern ein Jugendzentrum für die Stadtteile Aigen und Salzburg Süd.

SALZBURG (lg). Das Thema Jugendzentrum im Süden Salzburgs ist mittlerweile in die Jahre gekommen, bereits 2001 wurde in einer Sitzung des Sozialausschusses die Notwendigkeit einer Jugendeinrichtung und von Jugendarbeit in Salzburg Süd diskutiert. 2002 konnte dann für das Jugendzentrum MARK ein Vereinslokal in Aigen gefunden werden, fünf Jahre später siedelte das MARK jedoch nach Sam, womit der Süden der Stadt über kein Jugendzentrum verfügt.

Bedarf im Süden gestiegen

Jetzt will Neos-Klubobmann Sebastian Huber einen neuen Anlauf starten und fordert ein Jugendzentrum für offene Jugendarbeit für die Stadtteile Salzburg Süd und Aigen. "Speziell im Süden der Stadt entstanden in den letzten Jahren viele neue Wohnungen, wie etwa die Gartenstadt Aigen. Auch entlang der Alpenstraße herrscht eine rege Bautätigkeit. Der Wilhelm-Kaufmann-Steg ermöglicht den Jugendlichen zusätzlich eine neue Form der Mobilität zwischen den Stadtteilen und sie können sich innerhalb weniger Minuten zwischen Aigen und Salzburg Süd bewegen", erklärt Huber.

Mobile Jugendarbeit vorhanden

Jetzt fordern die Neos in einem ersten Schritt die Stadt auf, zu prüfen, ob sie selbst über geeignete Immobilien für ein Jugendzentrum im Süden der Stadt verfügt und in einem weiteren Schritt mit Vereinen wie Spektrum oder dem Verein zur Förderung von Jugendkultur ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. "Zudem soll für das Jugendzentrum Salzburg Süd langfristig ein Budget von 250.000 Euro von der Stadt veranschlagt werden", fügt Huber hinzu. Ein Jugendzentrum im Salzburger Süden würde auch Thomas Schuster vom Verein Spektrum befürworten, gibt aber zu bedenken, dass es dafür eine detaillierte Bedarfserhebung bzw. Sozialraum-Analyse brauche. "Fakt ist, dass es dort seit der Absiedelung des MARK kein Jugendzentrum gibt. Es gibt zwar die mobile Jugendarbeit Streusalz, die von den Kinderfreunden Salzburg in Salzburg Süd im Auftrag der Stadt durchgeführt wird, ein fest installiertes Jugendzentrum jedoch nicht. Wenn es dazu ernsthafte Überlegungen gäbe, dann müsste man das in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen machen und genau nachfragen, welche Dinge sie sich wünschen, woran es mangelt und wo die Interessen liegen. Auch die Frage nach der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln müsste genau geklärt werden", erklärt Thomas Schuster, Geschäftsführer des Vereins Spektrum.

Keine adäquaten Räumlichkeiten

SPÖ-Gemeinderat Michael Wanner sieht "aktuell keinen dringenden Bedarf für diese Stadtteile. Es gibt mit der Insel – Haus der Jugend und dem Streusalz mit der mobilen Jugendarbeit ein gutes Angebot. Und es ist sehr schwierig, adäquate Räumlichkeiten zu finden", so Wanner. Ähnlich auch Ulrike Saghi von der Bürgerliste: "Prinzipiell wäre natürlich für jeden Stadtteil ein Jugendzentrum wünschenswert, aber es gibt eben die Realität und da gestaltet sich die Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten als sehr schwierig. In den größeren Wohnsiedlungen dort gibt es zudem mit der mobilen Jugendarbeit ein gutes Angebot", betont Saghi.
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