02.10.2014, 11:59 Uhr

"Kein Geld, wir halten jetzt Winterschlaf"

(Foto: ÖGB/Schulz)
SALZBURG. Unter dem Motto „Kein Geld = Winterschlaf“ machten heute die ÖGB-Frauen Salzburg auf der Schranne auf die nach wie vor bestehende Einkommensungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern aufmerksam.

Auf Feldbetten im Winterschlaf

Die Passanten staunten nicht schlecht, als sich die Gewerkschafterinnen Cornelia Berger, Christl Dorfer und Margarethe Unteregger auf drei Feldbetten vor der Mirabellgarage in den Winterschlaf begaben. Mit ihrer Aktion wollten sie aufzeigen, dass Frauen im Bundesland Salzburg noch immer um 25,1 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Seit dem „Equal Pay Day“, der am ersten Oktober stattfand, arbeiten sie somit gratis. In der Stadt Salzburg ist dieser Stichtag am 14. Oktober.

Entwicklung zu langsam

„Die bezahlte Arbeit von Frauen ist seit ersten Oktober erledigt“, sagt Landesfrauenvorsitzende Sissy Dobernig. „Im Grunde genommen könnten wir uns mit dem heutigen Tag in den Winterschlaf begeben. Für unsere Leistung in den Betrieben werden wir ja ohnehin nicht mehr bezahlt. Es ist zwar erfreulich, dass in Salzburg der Equal Pay Day einen Tag nach hinten gerückt ist. Das Tempo muss allerdings erhöht werden. Wenn die Entwicklung so langsam weitergeht werden wir erst in 100 Jahren Einkommensgerechtigkeit hergestellt haben“, so Dobernig.
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